„Dehydriert und überhitzt“ – Entkräftet bricht der Deutsche seinen Rekordversuch ab
Der Griff nach dem Rekord endete in einem kleinen sportlichen Drama: Kim Gottwald konnte beim „Go One More Ultra“ in Texas nach 58 absolvierten Runden nicht mehr weiterlaufen. Nach mehr als 388 absolvierten Kilometern war für den 22 Jahre alten Deutschen in diesem Jahr das Maximum erreicht. Der Extremsportler wollte bei dem Backyard Ultra 100 Runden, also über 670 Kilometer, laufen. Nie wäre ein Athlet beim Erreichen dieser Bestmarke jünger gewesen als Gottwald.
In einem Video auf Instagram berichtete sein Trainer Pawel Dregan von dem Abbruch: „Er ist dehydriert und überhitzt, er braucht Eis. Und er kann aktuell nichts essen. Er bekommt nichts runter.“ Diese Kombination hatte nach 58 Rennstunden offenbar zum vorzeitigen Ende geführt. Bei dem Laufformat muss ein 6,7 Kilometer langer Kurs rund um die Uhr je einmal pro Stunde absolviert werden. Zu jeder vollen Stunde starten die Teilnehmer erneut. Solange, bis nur noch einer übrig ist.
Für Gottwald war zeitgleich mit dem ehemaligen Backyard-Weltrekordhalter Harvey Lewis (50/sein persönlicher Rekord liegt bei 111 Runden) Schluss. Aktuell waren mit dem Amerikaner Mark Dowdle und Kendall Picado Fallas aus Costa Rica noch zwei Athleten im Rennen um den Sieg. Sie haben mehr als 60 Runden absolviert (Stand: Montag, 8.00 Uhr).
„Ich laufe so lange, bis es nicht mehr geht“
Im vergangenen Jahr hatte Gottwald den „Go One More Ultra“, der von Fitness-Unternehmer Nick Bare (1,3 Millionen Follower) organisiert wird, gemeinsam mit Picado Fallas gewonnen. Der Grund: Ein heftiges Unwetter und ein Tornado zwangen die Veranstalter zum Abbruch – und das nach 57 Runden (382 Kilometer). Während des Events wurden zunehmend mehr Menschen auf Gottwald aufmerksam. Plötzlich hatte er über 200.000 Fans bei Instagram.
Nach dem Mega-Erfolg produzierte Gottwald einen Film über den Ultra-Lauf. Darin ist zu sehen, wie er während des Ultras aufgrund des Schlafentzugs mit Halluzinationen zu kämpfen hatte. Auch in diesem Jahr sorgten starke Regenfälle erneut für eine aufgeweichte, matschige Strecke.
Über sein 100-Runden-Rekordvorhaben hatte Gottwald vor dem Rennen gesagt: „Ich erwarte nicht, dass ich dieses Ziel beim ersten Mal erreiche. Aber ich habe mir dieses Ziel gesteckt und werde alles auf der Strecke lassen. Ich laufe so lange, bis es nicht mehr geht, bis komplett Endstation ist.“
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