Für Deutschland steht der Sohn eines früheren Popstars-Jurors im Fokus
Im Royal Birkdale Golf Klub gehen die besten Golfer der Welt bei der 154. British Open auf die Jagd nach der Claret Jug. Auch zwei Deutsche kämpfen ab diesem Donnerstag an der englischen Nordwestküste mit den Stars um Scottie Scheffler und Rory McIlroy um die prestigeträchtige Trophäe. Ein Überblick über wichtige und interessante Fakten zum vierten Major-Turnier des Jahres vor den Toren Liverpools.
Was macht die British Open so besonders?
Die British Open sind eines der ältesten Golf-Turniere der Welt. Im Jahr 1860 wurde die erste Open Championship im Prestwick Golf Klub an der schottischen Westküste ausgespielt. Willie Park Senior siegte und erhielt einen Gürtel als Trophäe. Von 1872 an bekam der Gewinner die Claret Jug überreicht. Am häufigsten gewann der Brite Harry Vardon die British Open – sechsmal zwischen 1896 und 1914.
Welche Trophäe wird dem Sieger überreicht?
Der Claret Jug ist eine silberne Weinkaraffe und ist neben dem Green Jacket beim Masters in Augusta und dem Ryder-Cup-Pokal die berühmteste Trophäe im Golf-Sport.
Scottie Scheffler ist der TitelverteidigerWo wird gespielt?
Der Royal Birkdale Golf Klub liegt rund 30 Kilometer nördlich von Liverpool. Zum elften Mal sind die British Open zu Gast auf dem Platz an der Nordwestküste Englands. Bei der letzten Austragung im Jahr 2017 siegte der US-Profi Jordan Spieth.
Was ist ein Links-Golfplatz?
Harte Fairways, tiefe Sandbunker, hohes Dünengras und dichtes Ginstergestrüpp machen den Profis das Leben schwer. Links-Kurse haben rein gar nichts mit links und rechts zu tun. Da das sogenannte Links-Land direkt am Meer wegen des salzhaltigen Sandbodens meistens unbrauchbar für Ackerbau und Viehzucht war, wurden auf ihm oft Golfplätze angelegt. Bis heute haben sie ihre raue Charakteristik bewahrt. Die Profis müssen ihr Spiel den Links-Kursen anpassen – hier ist Strategie gefragt.
Wer ist der Titelverteidiger?
Scottie Scheffler (USA): Die Nummer eins der Welt dominierte im vergangenen Jahr die British Open im Royal Portrush Golf Klub in Nordirland. Der 30-Jährige gewann mit einem Gesamtergebnis von 267 Schlägen souverän vor seinen Landsleuten Harris English (271) und Chris Gotterup (272) den Titel. Nur 16 Profis konnten in der langen Turniergeschichte bisher zweimal nacheinander die British Open gewinnen. Seit Padraig Harrington im Jahr 2008 gelang dies niemandem mehr.
Wer steht sonst noch im Fokus?
Rory McIlroy (Nordirland): McIlroy hat die British Open bereits gewonnen: 2014 triumphierte der heute 37-Jährige im nahegelegenen Royal Liverpool Golf Klub und holte damals den ersten seiner bislang sechs Major-Siege. Der Weltranglistenzweite kann auf die Unterstützung der zahlreichen britischen Fans zählen. Bei der Generalprobe am vergangenen Wochenende im schottischen North Berwick belegte McIlroy den siebten Rang.
Tiger Christensen (Deutschland): Für den 22 Jahre alten Hamburger ist es die zweite Teilnahme an den British Open. Christensen hatte sich vor drei Jahren als Amateur überraschend für die Open im Royal Liverpool Golf Klub qualifiziert. In diesem Jahr sicherte er sich seinen Startplatz mit dem zweiten Rang beim Qualifikationsturnier in West Lancashire. Tiger ist der Sohn des bekannten Musikproduzenten (u.a. „U 96“) und ehemaligen Popstars-Jurors Alex Christensen und der früheren Sängerin Nicci Christensen (damals bekannt als „Rollergirl“).
Tim Wiedemeyer (Deutschland): Der 21 Jahre alte Amateur aus München ergatterte das begehrte Open-Ticket mit einem Sieg bei der European Amateur Championship im finnischen Harviala.
Wo werden die British Open übertragen?
Das komplette Major-Turnier wird beim kostenpflichtigen TV-Sender Sky übertragen.
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