Der Fürther Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretär im Bundesumweltministerium, Carsten Träger (SPD), ist im Alter von 52 Jahren gestorben. Das berichtet die „Bild“-Zeitung und bezieht sich auf Parteikreise. Für den Bundestag Trauerbeflaggung wurde angeordnet.

Zuvor hatten auch andere Medien über den Tod Trägers geschrieben. Weggefährten des Politikers äußerten sich ebenfalls. Träger sei am Samstag „völlig unerwartet“ gestorben, teilte unter anderem die bayerische SPD mit.

Demnach soll Träger beim Skifahren einen Zusammenbruch erlitten haben. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht, wo er kollabierte und später starb. Auch die „Nürnberger Nachrichten“ berichten über Trägers Tod, der sich in Tirol ereignet haben soll; der Politiker war demnach in ein Klinikum in Innsbruck eingeliefert worden.

Die Nachricht löste in der SPD große Bestürzung aus. Fürths Oberbürgermeister Thomas Jung (SPD) sprach von einem „absolut tragischen“ Ereignis. Träger sei „ein richtig guter Mensch“ gewesen, die Umweltpolitik habe für ihn eine zentrale Rolle gespielt.

„Wir verlieren einen leidenschaftlichen Kämpfer für soziale Gerechtigkeit und für den Schutz unserer Lebensgrundlagen“, erklärten die Landesvorsitzenden der bayerischen SPD, Ronja Endres und Sebastian Roloff. „Carsten war für viele von uns weit mehr als ein Kollege – er war Freund, Ratgeber und Vorbild.“

Träger wurde als Sohn des früheren Fürther Bürgermeisters Hartmut Träger geboren und trat 1995 in die SPD ein. Ab 2002 gehörte er dem Fürther Stadtrat an, später auch als stellvertretender Fraktionsvorsitzender. 2013 zog er erstmals in den Deutschen Bundestag ein, dem er mit Unterbrechung seitdem angehörte. Dort war er unter anderem umweltpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion.

Zuletzt war Träger seit Mai 2025 Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesumweltministerium. Bei der Bundestagswahl 2025 zog er über die Landesliste erneut in den Bundestag ein.

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