Nach dem Bruch der Koalition aus SPD und BSW in Brandenburg wollen Sozialdemokraten und CDU in dem Bundesland „zügig“ mit Verhandlungen über ein Regierungsbündnis beginnen. Das teilten die Generalsekretäre der beiden Parteien, Kurt Fischer (SPD) und Gordon Hoffmann (CDU), am Freitag in Potsdam mit. Sondierungsgespräche zwischen Verhandlern beider Seiten seien erfolgreich und in konstruktiver Atmosphäre verlaufen.

Die Verhandler würden ihren jeweiligen Parteigremien deshalb „die Aufnahme von offiziellen Koalitionsverhandlungen“ vorschlagen, erklärten Fischer und Hoffmann. SPD und CDU seien sich einig, dass Brandenburg „zeitnah“ eine neue Regierungskoalition bekommen solle. Die Gespräche sollten aber „gründlich und mit der nötigen Ruhe erfolgen“.

Die von Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) geführte SPD hatte ihre Koalition mit dem BSW am Dienstag vergangener Woche nach rund einem Jahr beendet. Vorausgegangen waren Grundsatzkonflikte innerhalb des BSW um dessen Rolle in der Regierung. Mehrere Landtagsabgeordnete, darunter der als tragender Pfeiler der Koalition mit der SPD geltende Finanzminister Robert Crumbach, verließen das BSW und dessen Fraktion.

Einer Umfrage des Insa-Instituts zufolge sprechen sich 68 Prozent der Brandenburger für eine Neuwahl aus. 29 Prozent sind dagegen, 3,3 Prozent ist es egal oder machte keine Angabe. Eine Mehrheit des Landtags hatte in der vergangenen Woche allerdings gegen eine Auflösung des Parlaments mit Neuwahl gestimmt. Auch Woidke sagte, er halte eine Neuwahl für nicht sinnvoll, weil damit viel Zeit verlorenginge.

Der Insa-Erhebung nach erreicht die SPD derzeit 25 Prozent. Das entspricht zwar einem Plus von einem Prozentpunkt zur letzten Insa-Umfrage im September 2025. Doch der Abstand zur führenden AfD beträgt neun Prozentpunkte. Die Partei um Landeschef René Springer kommt in der Umfrage unverändert auf 34 Prozent.

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