Turnerin Helen Kevric gewinnt sensationell WM-Silber
Die 18 Jahre alte Helen Kevric hat bei den Turn-Weltmeisterschaften in Rotterdam groß aufgetrumpft: Die Stuttgarterin, die sich im August bereits den EM-Titel am Stufenbarren geholt hatte, gewann nun an ihrem Paradegerät WM-Silber. Besser war nur Olympiasiegerin Kaylia Nemour aus Algerien, die als erste Starterin des Finals 15.333 Punkte vorgelegt hatte. Kevric erhielt 14.833 Zähler, Bronze ging an die Amerikanerin Skye Blakely (14.600).
Die bislang letzte deutsche Turnerin, die eine WM-Medaille gewonnen hatte, war vor fünf Jahren Pauline Schäfer-Betz. Sie holte damals Silber am Schwebebalken. 2017 hatte Schäfer-Betz zudem für den bis jetzt letzten WM-Titel einer Deutschen gesorgt.
Kevric, die schon lange als Riesentalent gilt, hatte erstmals bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris für Aufsehen gesorgt – zum einen als jüngste Sportlerin des gesamten deutschen Teams und dann durch zwei Final-Teilnahmen. Mit Rang acht im Mehrkampf und Platz sechs am Stufenbarren zeigte sie dort bereits, welches Potenzial in ihr steckt. Dann aber der Rückschlag: Im Mai 2025 zog sie sich bei der Heim-EM in Leipzig eine schwere Knieverletzung zu und kämpfte mehr als ein Jahr um ihr Comeback – es gelang ihr in diesem Sommer auf sensationelle Weise. Auf zwei Titel bei den Deutschen Meisterschaften folgte EM-Gold – und nun der Erfolg in Rotterdam.
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