Sieg in Stuttgart – Gladbach feiert Befreiungsschlag
Borussia Mönchengladbach hat mit einem couragierten Auftritt den schlechtesten Saisonstart der Bundesliga-Geschichte abgewendet. Nach sechs Niederlagen in den ersten sechs Spielen holte die Borussia durch das 3:2 (1:1) beim VfB Stuttgart ihren ersten Sieg in dieser Spielzeit. Auch für Eugen-Polanski-Nachfolger Alexander Blessin war es das erste Erfolgserlebnis als Borussia-Coach.
Die Schwaben waren trotz ordentlicher Auftritte auf europäischer Bühne durchwachsen in die Spielzeit gestartet und verpassten auch gegen Gladbach den erhofften Befreiungsschlag. Zuletzt hatten sie eine 0:1-Niederlage beim Hamburger SV kassiert und waren somit als Tabellen-13. in den Spieltag gegangen. Durch die neuerliche Pleite bleibt es bei der mageren Ausbeute von sechs Punkten.
Gegen die Borussia waren die beiden Treffer von Ermedin Demirovic (5. Minute/83.) zu wenig. Noch in der ersten Halbzeit glich Joe Scally (38.) per Hacke aus. Nach Wiederbeginn legten Shuto Machino (51.) und Wael Mohya (66.), der kurz vor dem Halbzeitpfiff noch an der Latte gescheitert war, für die Gäste nach.
Zehn Ausfälle bei Gladbach
Ohne zehn Profis musste die Borussia auskommen, nachdem auch noch Abwehrspieler Kevin Diks kurzfristig ausgefallen war. „Es hilft nicht, zu lamentieren“, sagte Blessin vor dem Anpfiff bei Sky. „Wir werden leiden und über unsere Grenzen gehen müssen.“
Wael Mohya (l.) war bester Mann auf dem PlatzJedoch gerieten seine Schützlinge nur in der Anfangsphase an eben jene Grenzen. Die Stuttgarter suchten mit ihren beiden Spitzen Demirovic und Dzenan Pejcinovic den direkten Weg zum Tor und gingen durch Demirovic in Führung. Der 28-Jährige profitierte von einem Fehler des Gladbacher Keepers Moritz Nicolas.
Hoeneß gönnt Stammkräften Auszeiten
Nach dem 1:1 in der Champions League gegen Atlético Madrid änderte VfB-Coach Sebastian Hoeneß seine Startelf auf sechs Positionen – unter anderem erhielten Angreifer Deniz Undav und Abwehrchef Jeff Chabot Verschnaufpausen.
Gladbach zeigte sich vom Rückstand unbeeindruckt. Scally lenkte einen Schuss von Zento Uno mit der Hacke zum Ausgleich ins Tor. Die Gäste nahmen den Schwung in die zweite Halbzeit mit. Mohya schüttelte Assignon ab und fand mit seiner Hereingabe Machino, der die Partie drehte. Hoeneß reagierte: Er brachte mit Undav, Bilal El Khannouss sowie Jamie Leweling gleich drei neue Offensivkräfte und stellte auf eine Dreierkette um.
Trotz der offensiveren Herangehensweise fiel das Tor auf der Gegenseite, denn Mohya behielt im Strafraum den Überblick. Demirovic – diesmal mit dem Kopf – gelang mit seinem zweiten Treffer nur noch der Anschlusstreffer. In der Nachspielzeit vereitelte Gäste-Keeper Nicolas gegen El Khannouss den möglichen Ausgleich.
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