Lage in Frankreich sorgt für Verlegungen – PSG-Spiel betroffen
Die angespannte Lage in Frankreich hat direkte Auswirkungen auf den Spielbetrieb in der Ligue 1. Das Topspiel zwischen Paris Saint-Germain und Olympique Lyon wurde auf Antrag der Pariser Polizei von Sonntag auf Montagabend verlegt, teilte die französische Fußballliga am Freitag mit. Beide Teams liegen mit jeweils 14 Punkten gleichauf an der Tabellenspitze.
Die Partie findet nun am Montag um 20.30 Uhr Ortszeit im Parc des Princes statt. Der neue Termin liegt parallel zur Ballon-d’Or-Verleihung in London. Von PSG stehen zehn Spieler auf der Liste der 30 Nominierten. Sie können wohl nicht an der Gala teilnehmen.
Die Polizeikräfte in der französischen Hauptstadt sind aufgrund der geplanten neuen Massenproteste stark beansprucht. Am vergangenen Wochenende waren die als Schülerdemonstrationen gestarteten Proteste eskaliert. Es kam zu Plünderungen und Gewalt, in Limoges brannte das historische Rathaus nieder.
Am Wochenende werden nun neue Ausschreitungen befürchtet. Frankreich rüstet sich mit einem massiven Polizeiaufgebot, zudem werden Geschäfte verbarrikadiert. Innenminister Laurent Nuñez kündigte den Einsatz von insgesamt 70.000 Polizisten und Gendarmen im öffentlichen Raum und ein hartes Durchgreifen an. Sowohl lokale Einsatzkräfte aus den verschiedenen Départements als auch Angehörige der mobilen Einsatzkräfte, der republikanischen Sicherheitskompanien und der mobilen Gendarmerie-Einheiten würden mobilisiert, sagte Nuñez in Paris. Neben Spezial- und Eliteeinheiten der Polizei kämen auch gepanzerte Fahrzeuge und Wasserwerfer zum Einsatz.
Vier Partien in Ligue 1 und Ligue 2 betroffen
Das Spiel zwischen PSG und Lyon ist nicht das einzige, das wegen der Sicherheitslage verschoben werden muss. In Ligue 1 und Ligue 2 sind aktuell insgesamt vier Partien betroffen. In der obersten Spielklasse wurde die Partie des FC Toulouse gegen ES Troyes AC „auf Wunsch der Präfektur Haute-Garonne“ von Samstag auf den späten Sonntagnachmittag (17.15) verlegt.
In der Ligue 2 treffen Montpellier und Red Star Paris nicht am Samstagnachmittag, sondern ebenfalls am Montagabend (20.45 Uhr) aufeinander. Das Spiel zwischen AS Saint-Étienne und dem FC Nantes wird am Samstagabend 45 Minuten später als geplant um 20.45 Uhr angepfiffen.
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