Dank eines überzeugenden Heim-Auftritts hat sich der Karlsruher SC in der Zweiten Liga aus der Krise geschossen. Die Badener gewannen gegen den SV Darmstadt 98 verdient mit 4:0 (2:0) und verließen damit die Abstiegsränge. Shio Fukuda (6. Minute), der überragende Marvin Wanitzek (13.), Christoph Kobald (50.) und Kevin Wiethaup (65.) sorgten mit ihren Toren vor 27.823 Zuschauern für Feststimmung im Wildpark. Für den KSC war es nach zuvor drei Niederlagen in Folge erst der zweite Saisonsieg.

KSC-Trainer Maximilian Senft, der auf das angeschlagene Toptalent Louey Ben Farhat verzichten musste, sah einen perfekten Auftakt seiner Elf. Erst drosch Fukuda den Ball wuchtig zur Führung ins Tor, dann erhöhte Wanitzek nach einem Patzer von Darmstadts Torhüter Marcel Schuhen. Keine Viertelstunde war gespielt, der Wildpark tobte.

Die Karlsruher hatten alles im Griff und blieben auch nach der Pause die klar bessere Mannschaft. Kobald per Kopf nach einer Wanitzek-Flanke und Wiethaup erhöhten auf 4:0. Eine Flanke von Viktor Bergh landete zudem an der Latte des Gästetores. Für Darmstadt vergab Milan Smit die Chance auf den Ehrentreffer nach gut einer Stunde kläglich.

Große Chance vertan: Darmstadts Milan Smit

Ärger gab es im Vorfeld des Spiels am Karlsruher Hauptbahnhof, wo es zu Auseinandersetzungen zwischen Darmstädter Fans und der Polizei kam. Die Fanhilfe der Lilien beklagte in einer Mitteilung eine „massive Gewaltanwendung“ der Bundespolizei. Eine Sprecherin der Behörde wiederum sprach von Gewalt gegenüber Polizeibeamten und davon, dass sich die Fans den Maßnahmen widersetzt hätten.

Dynamo Dresden verlässt Abstiegsränge

Nach fünf sieglosen Spielen hat Dynamo Dresden wieder gewonnen. Im Ost-Derby gegen den 1. FC Magdeburg gelang dem Team von Thomas Stamm ein 2:0 (1:0). Niklas Hauptmann (9. Minute) brachte die Dresdner per Elfmeter in Führung, ehe Simon Straudi (50.) vor 30.651 Zuschauern erhöhte. Damit schaffte Dynamo den Sprung weg von den Abstiegsplätzen.

Bielefeld mit erstem Heimsieg seit August

Aufsteiger VfL Osnabrück verlor das Nachbarschaftsduell bei Arminia Bielefeld. Die Ostwestfalen gewannen mit 2:1 (1:1) und feierten nach mehr als zwei Monaten wieder einen Heimsieg. Bielefelds Erfolg war dank einer deutlichen Überlegenheit in der zweiten Halbzeit verdient.

Viel Kampf: Joel Grodowski (rechts) und Arminia Bielefeld setzten sich gegen Osnabrück durch

Der eingewechselte Jannik Rochelt traf in der Schlussphase (85. Minute) per Kopf zum zweiten Sieg am Stück für Bielefeld. Nach Osnabrücks Führung durch Robin Meißner (16.) hatte Maximilian Bauer (26.) für Bielefeld vor der Pause ausgeglichen. Sorgen müssen sich die Ostwestfalen dagegen um Vincent Ocansey machen. Der gerade erst eingewechselte Angreifer musste kurz vor dem Ende mit Verdacht auf eine Knieverletzung wieder vom Feld.

Damit sprang die Arminia mit nun elf Punkten nach acht Spielen auf Rang acht. Aufsteiger Osnabrück muss sich mit weiterhin acht Punkten auf Rang elf wieder nach unten orientieren.

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