Erstmals seit sieben Jahren gehört Zverev wieder weltweit zu den zehn Bestverdienern
Alexander Zverev steht erstmals seit 2019 wieder unter den Top Ten der bestverdienenden Tennisprofis der Welt. Der Sieger der French Open kommt in der „Forbes“-Rangliste mit 18,7 Millionen Dollar (16,4 Millionen Euro) auf Platz neun.
Davon entfallen 13,7 Millionen Dollar auf Preisgelder und Boni, die der 29-Jährige im vergangenen Jahr auf dem Platz verdient hat. Die restlichen fünf Millionen US-Dollar sind Einnahmen abseits des Courts. Diese Summe ist geschätzt, die Redakteure des „Forbes“-Magazins haben sie nach eigenen Angaben in Gesprächen mit Insidern recherchiert. Darin sind unter anderem Werbegelder, Honorare für Auftritte und Geschäftsbeteiligungen enthalten.
Die Geldrangliste wird vom Italiener Jannik Sinner mit Einnahmen in Höhe von 58 Millionen Dollar angeführt, dahinter kommen der Spanier Carlos Alcaraz (53,7 Millionen Dollar) und Serena Williams mit 40,1 Millionen Dollar.
Zverev winkt Rekordpreisgeld bei US Open
Dabei verdiente die 44-Jährige lediglich rund 100.000 Dollar auf dem Platz. Die Amerikanerin ist nach „Forbes“-Schätzungen mit einem Vermögen von 400 Millionen Dollar die reichste Frau der Welt, die ihr Geld als Athletin gemacht hat. Williams war im vergangenen Juni, knapp vier Jahre nach ihrem Rücktritt, auf die Profitour zurückgekehrt.
Bei den US Open, die am Sonntag in New York beginnen, geht es für Zverev neben dem Titel auch um ein Rekordpreisgeld. Für den Titel gibt es bei den Herren und Frauen jeweils 5,5 Millionen Dollar. Insgesamt werden 108 Millionen Dollar ausgeschüttet. Das entspricht einem Anstieg des Preisgelds von 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Zverev hat unterdessen die Bälle im Profitennis kritisiert und sieht einen Zusammenhang zu mehreren Verletzungen bei jungen Topspielern. „Die Bälle sind einfach ein bisschen toter geworden, man muss mehr auf den Ball draufhacken, damit der Ball irgendwo hingeht“, sagte er: „Dadurch kommen die ganzen Handgelenks-, Ellenbogenverletzungen und Armprobleme.“
Beim letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres (auch im Sport-Ticker der WELT verfolgbar, klicken Sie hier) kehrt der Spanier Carlos Alcaraz (23) nach einer mehr als viermonatigen Pause wegen einer Handgelenksverletzung zurück. Der frühere Weltranglistenvierte Jack Draper (24) aus Großbritannien muss in New York mit einer Knochenprellung im linken Arm passen. „Ich glaube immer noch, es hängt viel mit dem Belag und den Bällen zusammen“, sagte Zverev grundsätzlich.
Erstmals Top-Position bei Grand-Slam-Turnier
Schon seit mehreren Jahren gibt es Klagen von den Profis über die Bälle, die aus ihrer Sicht langsamer geworden sind. Mehrfach forderten Topspieler ein einheitliches Spielgerät. In der Wahl der Ballmarke sind die Organisatoren der Turniere frei, sie dürfen einzelne Deals mit den Herstellern aushandeln.
Seinen eigenen körperlichen Zustand bewertete Zverev vor dem Erstrundenmatch gegen den Italiener Lorenzo Sonego als „okay“: „Ich habe keine großen Beschwerden.“ Nach dem verlorenen Wimbledon-Finale gegen den Italiener Jannik Sinner, der in New York wegen Knieproblemen fehlt, hatte Zverev einen schlechten Start in die Hartplatz-Saison in Nordamerika erwischt. Bei den Turnieren in Montreal und Cincinnati gewann er insgesamt nur zwei Partien. „Im Training ist alles gut. Es wird von Tag zu Tag besser“, sagte Zverev. „Ich bin glücklich mit den Fortschritten, die ich die letzten Wochen gemacht habe.“
Durch die Absage des Weltranglistenersten Sinner startet Zverev erstmals als topgesetzter Spieler in ein Grand-Slam-Turnier. Dieser Position will der Olympiasieger von 2021 öffentlich aber keine große Bedeutung zuschreiben. „Ich finde die Setzliste gut, und sie zeigt, dass man gut gespielt hat“, sagte Zverev. „Das Wichtigste ist aber, wer am Ende des Turniers noch im Tableau ist.“
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