Die Formel-E-Weltmeisterschaft kommt nach Berlin zurück. Am 2. und 3. Mai werden 20 Fahrer auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tempelhof um wichtige Punkte im Titelrennen kämpfen. In Berlin findet schon zum zwölften Mal ein E-Prix statt, die deutsche Hauptstadt ist ein wichtiger Standort für die Serie.

Die ABB FIA-Formel-E-Weltmeisterschaft ist die weltweit erste vollelektrische Rennserie und seit ihrer Gründung klimaneutral. Die Weltmeisterschaft wird seit 2014 vorrangig auf Stadtkursen ausgetragen. In der laufenden Saison liegt der deutsche Porsche-Pilot Pascal Wehrlein in Führung vor dem Schweizer Edoardo Mortara und Mitch Evans (Neuseeland). Damit hat er bei sechs noch zu fahrenden Rennen beste Chancen auf seinen zweiten WM-Erfolg seit der Saison 2023/24.

„Es wird wahrscheinlich eines der engsten Titelrennen der Geschichte der Formel E“, sagte Jeff Dodds, CEO der Rennserie, in einer Medienrunde vor dem Rennen. Dort sprach er über die wichtigsten Themen rund um die Formel E.

Dodds über ...

... die Rennen in Berlin: „Ich liebe die Stadt. Die Tempelhof-Szenerie ist visuell atemberaubend. Der Hintergrund des alten Flughafens ist beeindruckend für das Rennen. Wenn man sich umdreht, hat man den Park auf der anderen Seite der Rennstrecke. Wenn das Wetter gut ist, schauen im Park viele Fans zu. Zudem sind wir auf dieser Rennstrecke mehr gefahren als auf allen anderen Rennstrecken in der Geschichte der Formel E. Es hat einen spirituellen Platz in den Herzen von vielen Formel-E-Mitarbeitern und Fans.“

... das neue GEN4-Auto, das zur neuen Saison eingeführt wird und 816 PS stark ist: „Das GEN4-Auto beschleunigt 30 Prozent schneller als ein Formel-1-Auto.“

... Rennen auf Stadtkursen und die DNA der Formel E: „Rennen an urbanen Orten zu veranstalten, hat uns sehr geholfen. Wir sind zu den Fans gekommen und haben sie nicht darum gebeten, zu großen Rennstrecken weit zu fahren. Aus einer Nachhaltigkeitsperspektive war es brillant, da die Fans die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen konnten. Für die Autos war es ebenfalls gut, da man am meisten aus der Technologie herausholen konnte. In Zukunft wird man einen Mix aus von der Formel E gebauten Straßenrennstrecken, alten Rennstrecken außerhalb des Stadtzentrums sowie zielgerichtet erbauten Rennstrecken nah an urbanen Zentren sehen.“

... Frauen in der Formel E: „Unsere Ansicht zu Frauen im Renngeschäft ist vielleicht anders als in anderen Serien. In vielen Sportarten ist es für Frauen und Männer sehr schwierig, im gleichen Wettbewerb gegeneinander anzutreten. Aber wir denken, dass Motorsport nicht eine dieser Sportarten ist. Wir glauben, dass Männer und Frauen im Motorsport die Möglichkeit haben, gleichermaßen gegeneinander anzutreten.“ Im April wurde bekannt, dass die Deutsche Sophia Flörsch als Test- und Entwicklungsfahrerin Teil des neuen Werksteams von Opel sein wird.

... über die Formel 1: „Es ist eine sehr komplizierte Zeit für die Formel 1. Die Regularien aus 2026 sind aus einer Ingenieursperspektive sehr kompliziert. Aus einer Fan-Perspektive haben mir die bisherigen zwei Rennen nicht gefallen. Aber ich bin auch lang genug dabei, um zu verstehen, dass es eben nur zwei Rennen zum Start eines neuen Regel-Zyklus waren. Man braucht wahrscheinlich ein bisschen mehr Zeit: Die Fahrer brauchen mehr Zeit, um zu verstehen, wie man das Auto fahren muss und die Teams brauchen mehr Zeit, um zu verstehen, wie man das Maximum aus dem Auto rausholt.“

... der Rolle der Formel E gegenüber der Formel 1: „Wir sind die Underdogs. Wir wollen, dass die Leute uns in Zukunft gleichwertig sehen. Unsere Autos beschleunigen viel schneller, wir haben einen viel geringeren Kosteneinstiegspunkt, und unsere Technologie ist viel zukunftsorientierter. Wir versuchen, unsere eigene Geschichte zu schreiben und unsere eigenen Persönlichkeiten mit unseren Fahrern zu bauen. Wir wollen schneller als die Formel 1 wachsen und schneller als die Formel 1 sein.“

Das Rennwochenende in Berlin wird bei DF1 und BILD live zu verfolgen sein.

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