Tottenham entscheidet über verletzten Vuskovic – HSV in der Warteschleife
Der Hamburger SV muss im anspruchsvollen Saison-Endspurt in der Fußball-Bundesliga weiter ohne einige Leistungsträger auskommen. Vor allem bitter aus Sicht der Hanseaten: Der kroatische Überflieger Luka Vuskovic fehlt im Abstiegskampf und fällt auch im schwierigen Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim aus.
„Luka ist zweifelsohne ein absoluter Topspieler. Aber es bringt jetzt nichts, dem hinterherzutrauern oder traurig zu sein“, sagte Trainer Merlin Polzin vor der Partie am Samstag (18.30 Uhr/Sky) im Volksparkstadion. Er habe maximales Vertrauen in die Vertreter, sagte der 35-Jährige. Der Kroate wird schmerzlich vermisst. Seit seiner Verletzungspause infolge der Knieprellung kassierte der HSV in zwei Partien sieben Gegentreffer – inklusive der bitteren 1:3-Pleite am vergangenen Wochenende bei Nordrivale Werder Bremen. Auf die Frage nach einer ungefähren Rückkehr gab Polzin keine klare Antwort.
Bericht: Vereinbarung zu Vuskovic im Vertrag
Das „Hamburger Abendblatt“ berichtete, dass im Leihvertrag zwischen dem HSV und dem englischen Verein Tottenham Hotspur eine Vereinbarung bezüglich einer Verletzung bestehe. Und darin sei geregelt, dass das medizinische Personal der Londoner mitentscheide, wann Vuskovic wieder spielen darf.
Der kroatische Nationalspieler ist nicht der einzige Ausfall unter den Leistungsträgern: Abwehrspieler Miro Muheim hatte sich während der Partie in Bremen am Sprunggelenk verletzt und fällt voraussichtlich für die restlichen vier Saisonspiele aus. Auch Kapitän Yussuf Poulsen fehlt weiterhin. Flügelspieler Philip Otele muss wegen seiner Roten Karte im Nordderby pausieren. Der HSV bemüht sich laut Polzin allerdings darum, die DFB-Sperre auf ein Spiel statt zwei Partien zu reduzieren.
Leistungsträger kehrt wohl in Kader zurück
Etwas Hoffnung für das Spiel gegen Hoffenheim gibt es bei einer anderen Schlüsselfigur: Mittelfeldspieler Albert Sambi Lokonga wird zurückkehren und wieder im Kader stehen. Der zuletzt monatelang verletzte norwegische Nachwuchsspieler Alexander Rössing-Lelesiit und Jean-Luc Dompé mischten beide wieder im Mannschaftstraining mit.
Die Nachwirkungen des Derby-Rückschlags bekam der HSV auch Tage später zu spüren. Polzin stellte klar, dass die Niederlage „extrem weh getan hat“. Das Schöne an seiner Mannschaft sei, dass seine „Jungs“ beim Betreten des Trainingsplatzes danach wieder mit „voller Power dabei“ gewesen seien. Die Kraft wird nötig sein, denn die Hoffenheimer sind die Überraschungsmannschaft der Saison. Der Tabellenfünfte ist noch im Rennen um die Champions-League-Ränge dabei. Doch vor dem 2:1 gegen Dortmund am vergangenen Wochenende hatte der Club aus dem Südwesten eine Schwächephase erlebt und war vier Partien sieglos geblieben.
Für den HSV wird das Programm auch nach diesem Wochenende nicht einfacher: Nach Hoffenheim warten auf die Hanseaten in Eintracht Frankfurt, dem SC Freiburg und Bayer 04 Leverkusen weitere schwierige Gegner. Der HSV steht aktuell fünf Punkte vom Abstiegsrelegationsrang entfernt. Von den vergangenen neun Spielen gewannen die Hamburger nur eine Partie.
Schock auch für St. Pauli
Der FC St. Pauli hat im Abstiegskampf ebenfalls den nächsten schweren Rückschlag erlitten. Bei Stürmer Mathias Pereira Lage bestätigten sich alle Befürchtungen des Tabellen-16.: Der 29-Jährige erlitt nach Angaben der Hamburger eine „komplexe Verletzung im linken Knie“, zu der auch ein Kreuzbandriss gehört. Der in Frankreich geborene Portugiese wurde bereits am Donnerstag in Hamburg operiert und wird in diesem Kalenderjahr wahrscheinlich nicht mehr spielen können.
Er ist erstmal nicht mehr dabei: Pauli-Stürmer Mathias Pereira Lage„Das war sicherlich ein Schock, wenn man einen Spieler sieht, der auf dem Boden liegt und schreit. Das schmerzt ungemein“, sagte Trainer Alexander Blessin vor dem Kellerduell beim Tabellenletzten 1. FC Heidenheim (Samstag, 15.30 Uhr/Sky). „Trotzdem haben wir ein ganz wichtiges Spiel vor der Brust und hatten heute im Training wieder eine sehr gute Einheit. Wir wollen unsere Chance nutzen und Punkte entführen. Wir haben in dieser Saison schon viele schwierige Situationen gemeistert und Verletzungsausfälle zur Genüge gehabt.“
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