„Dann habe ich auch gecheckt, dass ich loslaufen sollte“, sagt die deutsche Final-Teilnehmerin
Es war wieder mal ein Pannen-Tag für die deutschen Athleten bei den Olympischen Spielen. Kombinierer Vinzenz Geiger stürzte unglücklich im Teamsprint, die Staffel fiel auf den fünften Platz zurück. Und auch beim Skibergsteigen kam es zu einer Panne.
Tatjana Paller hatte sich für den Endlauf qualifiziert. Bei der olympischen Premiere stand die 30-Jährige mit fünf weiteren Teilnehmerinnen im Schneetreiben von Bormio an der Startlinie. Aufgeregt warteten die Sportlerinnen auf den Startschuss. Und als dieser ausgelöst wurde, sprinteten sie los. Alle, bis auf Paller. Erst als ihre Gegnerinnen schon drei Schritte gemacht hatten, setzte sie sich auch in Bewegung.
Ein Rückstand, den sie nur bedingt wettmachen konnte. Paller wurde Vierte. „Der Start war ganz komisch. Wir haben normalerweise immer so ein Startsignal, und dann kommt ein Schuss. Aber das war alles nicht“, sagte Paller in der ARD.
„Es war sicherlich nicht optimal“
Das fehlende Signal vor dem Schuss schien sie irritiert zu haben. „Dann habe ich mich erschrocken. Auf einmal war dann das Geräusch, und ich wusste gar nicht, ob das der Startschuss ist oder nicht. Die sind dann losgelaufen, und dann dachte ich irgendwie: hä, die laufen alles los – dann machen die bestimmt einen Fehlstart. Ich bin dann noch kurz stehen geblieben. Aber dann habe ich es auch gecheckt, dass ich auch loslaufen sollte. Es war sicher nicht optimal, aber ich glaube nicht, dass mich das die Medaille gekostet hat“, sagte Paller.
Im Rennen gab sie alles und arbeitete sich an das Feld heran. Aber mehr als der vierte Platz war nicht mehr drin. Im Ziel hatte sie auf die Spanierin Ana Alonso Rodriguez, die Bronze gewann, mehr als drei Sekunden Rückstand. Gold holte sich Marianne Fatton aus der Schweiz, Silber ging an die Französin Emily Harrop.
Trotz des Fehlstarts und der verpassten Medaille war Paller zufrieden: „Die Anspannung war in den letzten Tagen furchtbar. Jetzt fällt der Druck ab. Ich finde es hart, dass bei Olympia immer nur Medaillen zählen. Klar, Dritter ist besser als Vierter, aber beides ist die Weltspitze.“
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