Nach dem Abbruch eines Reitturniers in München wegen Fällen von Tierquälerei wird betroffenen Kindern psychologische Betreuung angeboten. Das geschehe parallel zu der tierärztlichen Betreuung der Ponys und Pferde, schreibt der Bayerische Reit- und Fahrverband (BRFV). Das Angebot für die Kinder wurde von der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) unterstützt.

In der Nacht von Samstag auf Sonntag war es auf der Olympia-Reitanlage München-Riem zu „dramatischen Vorfällen“, gekommen, wie der BRFV schrieb, ohne Details zu nennen. Nur so viel: Es sei „durch Unbekannte zu Übergriffen auf die in den Stallungen untergebrachten Pferde“ gekommen. Der ehemalige BRFV-Geschäftsführer Wilfried Herkommer hatte dem Fachportal „equi pages“ zuvor gesagt: „In der Nacht gab es im Stall ein Vorkommnis, bei dem sechs Ponys Mähnen, Schweife und zum Teil auch Schöpfe abgeschnitten wurden.“

Bei mehreren Pferden „waren die Zungen mit Gummibändern straff umwickelt“. Herkommer berichtete: „Die Kinder waren zutiefst verstört. Keiner wollte unter diesen Umständen mehr reiten. Jeder wollte nur noch nach Hause.“ Die FN hatte am Sonntag erstmals von tierschutzrelevanten Vorfällen berichtet.

„Wir sind tief erschüttert über die Vorfälle in München-Riem“, sagte Dennis Peiler, der Vorstandsvorsitzende des Verbandes. „Wir verurteilen dieses Handeln auf das Schärfste.“

Sicherheitsdienst und Videoüberwachung

Der bayerische Verband verschärft als Reaktion auf die Vorfälle die Sicherheitsmaßnahmen in München-Riem. „Damit sich die Teilnehmer während unserer Veranstaltungen sicher fühlen können, haben wir sofort reagiert und haben einen bei Pferdeveranstaltungen erfahrenen Sicherheitsdienst beauftragt und die Installation von Videoüberwachungssystemen umgesetzt“, erklärte BRFV-Geschäftsführer Thomas Schreder.

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Präsident Gerhard Eck sagte, dass eine Belohnung in Höhe von 5000 Euro „zur Ergreifung der Täter“ ausgesetzt werde. „Wir verurteilen aufs Schärfste, was am letzten Wochenende anlässlich unserer Sichtungsveranstaltung geschehen ist, und wir werden alles tun, was möglich ist, um die oder den Täter dingfest zu machen“, so Eck.

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