Manuel Neuer wird nach einem Muskelfaserriss im ersten Bundesligaspiel des Jahres wieder das Tor des FC Bayern hüten. Die spannende Frage, ob Deutschlands Rekordtorhüter seine grandiose Karriere beim deutschen Fußball-Rekordmeister über die Saison hinaus fortsetzt, dürfte sich dagegen erst nach Neuers 40. Geburtstag Ende März entscheiden.

„Manu soll erst mal in dieses neue Alter einsteigen“, sagte Sportvorstand Max Eberl vor dem Heimspiel des Tabellenführers am Sonntag (17.30 Uhr, im Sport-Ticker der WELT) gegen den VfL Wolfsburg. Die Münchner Bosse wollen wie Kapitän Neuer nichts überstürzen und erst im Frühjahr über eine Vertragsverlängerung entscheiden. Öffentlich wird mitunter weiter diskutiert, ob Neuer in die Nationalelf zurückkehren und mit zur WM im Sommer in den USA, Kanada und Mexiko reisen sollte.

„Wie fühlst du dich? Hast du noch die Energie?“

„Es ist ein unfassbares Alter, über das wir uns unterhalten. Manu wird im März 40. Wir reden über Champions League. Wir reden über Top-Level in Europa und in der Welt“, so Eberl. „Die Zeit ist da. Und die Zeit muss man sich auch geben. Weil in so einem Alter kann man nicht mehr perspektivisch mit solchen Spielern reden, sondern schaut kürzer“, sagte der Sportvorstand.

Die Fragen an Neuer wurden im März lauten: „Wie fühlst du dich nach so einer Saison? Hast du überhaupt noch diese Energie und alles?“ Neuer spielt seit 2011 für die Bayern, mit denen er unter anderem zweimal das Triple gewann.

Die aktuelle Münchner Torhüter-Situation mit Neuer als Nummer eins und dem 22-jährigen Jonas Urbig als Stellvertreter ordnen Trainer Vincent Kompany und auch Eberl vor dem Start in die zweite Saisonhälfte als „optimale Konstellation“ ein.

Kompany wich aber der Frage, ob er dem vor einem Jahr vom 1. FC Köln verpflichteten Urbig schon in diesem Sommer die Rolle als Neuer-Nachfolger zutrauen würde, aus. „Diese Frage ist jetzt im Moment zu weit weg. Dass wir aber Vertrauen haben in Jonas, haben wir schon gezeigt“, sagte der Coach.

Urbig hatte den am Oberschenkel verletzten Neuer im letzten Ligaspiel 2025 beim 4:0 in Heidenheim und auch beim Testspiel in dieser Woche bei Red Bull Salzburg (5:0) jeweils im Tor vertreten.

„Das Vertrauen in Jonas ist groß. Wir haben Vertrauen, dass Jonas irgendwann die Nummer eins bei Bayern werden kann“, betonte Eberl.

Jamal Musiala wird gegen Wolfsburg nach seiner langen Verletzungspause noch nicht wieder spielen. „Wir sind nah dran, aber wir wollen diesen letzten Schritt jetzt auch nicht so schnell wie möglich machen. Diese Woche war gut für ihn, er hat alles mittrainiert. Dieses Spiel kommt ein bisschen zu früh“, so Trainer Kompany.

Ebenfalls fehlen werden Joshua Kimmich, Sacha Boey und Alphonso Davies. Kimmich hatte bereits vor der Winterpause das 4:0 in Heidenheim wegen Problemen am Sprunggelenk verpasst.

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