Luke Littlers Herausforderer ist gefunden – und van Gerwen nach 13 Jahren entthront
War es noch eine Überraschung? Vielleicht die Deutlichkeit. Gian van Veen ist mit einem 5:1-Sieg über Luke Humphries ins Halbfinale der Darts-Weltmeisterschaft gestürmt. Der Niederländer spielte allein in den letzten drei Sätzen einen Average von 111 und stand am Ende bei 105,41 Punkten und einer Doppelquote von 55 Prozent.
Beeindruckende Zahlen nach einem beeindruckenden Auftritt gegen die Nummer zwei der Setzliste. „Mein Grinsen wird in den kommenden 24 Stunden nicht mehr verschwinden“, sagte van Veen, der am Freitagabend im erst dritten Major-Halbfinale seiner Karriere auf sein Idol Gary Anderson treffen wird: „Dieser Sieg ist wahrscheinlich größer als mein Titel bei der European Darts Championships.“
Vor allem hat er große Wirkung. Mit seinem Sieg hat van Veen 200.000 Pfund Preisgeld sicher, schob sich aktuell auf Weltranglistenplatz drei und beendet damit die Ära von Michael van Gerwen, der 13 Jahre lang die Nummer eins der Niederlande war.
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„Ich bin so stolz. Er war schon die Nummer eins, als ich angefangen habe. Mein Traum war es immer, der zweitbeste zu sein. Jetzt bin ich die Nummer eins, aber für uns Niederländer wird Michael van Gerwen immer die Nummer eins bleiben“, sagte der 23-Jährige aus Poederoijen.
Auch van Veen checkt die 170
Van Veen hatte bereits im Jahr 2025 alle vier Duelle mit dem Weltmeister von 2024 für sich entscheiden können. Und auch im neuen Jahr verlief das Match nur zu Beginn auf Augenhöhe. „Er war in den ersten drei Sätzen deutlich besser im Scoring, verpasste aber einige Doppel“, fasste der amtierende Junioren-Weltmeister zusammen.
Humphries verpasste im fünften Leg die 167 zum Gewinn von Satz eins. Damit gab es auch keine Parallele zum anderen Luke. Littler hatte in seinem Viertelfinale zuvor mit einer 170 das 1:0 gegen den Polen Krzysztof Ratajski perfekt gemacht.
Spätestens nach dem 2:1 war van Veen nicht mehr aufzuhalten. Humphries checkte in Durchgang vier noch einmal 158 Punkte zum 1:2 nach Legs, ansonsten sorgte der Niederländer für die Höhepunkte. Drei Highfinishs, darunter eine 170, rundeten den sehr guten Eindruck ab.
Damit ist er auch der Einzige, der über das gesamte Turnier mit Topfavorit Littler mithalten konnte und nun als Favorit auf das Endspiel gilt. Littler selbst hatte vor dem letzten Viertelfinale des Turniers bereits van Veen als Sieger vorausgesagt. Der 18-Jährige rechnet mit der neuen Nummer eins der Niederlande im Endspiel am Samstagabend. Zuvor müssen beide aber zunächst ihre Halbfinals am Freitag ab 20.45 Uhr gegen Ryan Searle bzw. Anderson gewinnen.
Wenn Lutz Wöckener nicht gerade irgendeinen Sport im Selbstversuch ausprobiert, schreibt er über Darts und Sportpolitik, manchmal aber auch über Abseitiges wie Fußball.
Darts-WM 2026, Ergebnisse
Viertelfinale:
- Ryan Searle (ENG/20) – Jonny Clayton (WAL/5) 5:2 (3:1, 3:0, 3:1, 1:3, 3:2, 1:3, 3:0)
- Gary Anderson (SCO/14) – Justin Hood (ENG) 5:2 (3:0, 1:3, 3:0, 2:3, 3:0, 3:1, 3:0)
- Luke Littler (ENG/1) – Krzysztof Ratajski (POL) 5:0 (3:2, 3:0, 3:0, 3:2, 3:1)
- Luke Humphries (ENG/2) – Gian van Veen (NED/10) 1:5 (2:3, 3:1, 2:3, 1:3, 2:3, 1:3)
Halbfinale:
- Luke Littler (ENG/1) – Ryan Searle (ENG/20)
- Gian van Veen (NED/10) – Gary Anderson (SCO/14)
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