Während die Union in Umfragen bundesweit inzwischen bei unter 20 Prozent steht, bleibt die CSU in Bayern stabil. Die Partei von Ministerpräsident Markus Söder kommt laut einer aktuellen Umfrage noch immer auf 37 Prozent. Dies geht aus einer GMS-Umfrage im Auftrag von „17:30 SAT.1 Bayern“ hervor, über die zuerst der „Münchner Merkur“ berichtet hatte.

Die CSU würde damit ihr Ergebnis von der Landtagswahl 2023 bestätigen, zugleich aber hinter dem GMS-Umfragewert aus dem März 2026 zurückbleiben (39 Prozent). Hinter der CSU belegt die AfD mit 22 Prozent den zweiten Rang, die im Vergleich zur Umfrage im März vier Prozentpunkte zulegt.

Dahinter folgen die Grünen mit 15 Prozent (+2), die Freien Wähler mit 10 Prozent (unverändert) und die SPD mit 6 Prozent (-1). Linke (3 Prozent) und FDP (2 Prozent) würden erneut deutlich den Einzug in den Landtag verpassen.

Die Umfragewerte im Überblick:

  • CDU: 37 Prozent (-2, im Vergleich zu März 2026)
  • AfD: 22 Prozent (+4)
  • Grüne: 15 Prozent (+2)
  • Freie Wähler: 10 Prozent (+/-)
  • SPD: 6 Prozent (-1)
  • Linke: 3 Prozent (+/-)
  • FDP: 2 Prozent (+/-)

Auf Bundesebene liegt die Union in Umfragen aktuell nur bei Werten zwischen 18 und 21 Prozent – bei der Bundestagswahl 2025 hatten CDU und CSU gemeinsam noch 28,5 Prozent erreicht.

Die AfD ist mit dem Umfrageergebnis der Gewinner in Bayern – sie hatte bei der Wahl 2023 nur 14,6 Prozent erzielen können –, aber auch die Grünen können ein leichtes Plus im Vergleich zur Wahl vor drei Jahren verbuchen.

Größter Verlierer im Vergleich zum Wahlergebnis 2023 sind in der Umfrage die Freien Wähler, die damals noch 15,8 Prozent erzielt hatten. Auch die SPD muss erneut Verluste hinnehmen (2023: 8,4 Prozent).

Mehrheit für sofortigen Rücktritt von Merz

Weniger gut fällt in der Umfrage das Meinungsbild zu Kanzler Friedrich Merz (CDU) aus: Demnach fordern 57 Prozent der Befragten im Freistaat seinen sofortigen Rücktritt. Nur knapp ein Drittel (32 Prozent) sind damit nicht einverstanden. Selbst unter den CSU-Wählern hat Merz den Angaben zufolge wenig Anhänger: Von ihnen wollen 50 Prozent den sofortigen Rücktritt, nur 42 Prozent sprechen sich dagegen aus.

Wahlumfragen sind immer mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf den Wahlausgang.

Die Umfrage wurde von der GMS Dr. Jung GmbH im Auftrag von SAT.1 Bayern durchgeführt. Es handelt sich nach Angaben des Instituts um eine repräsentative Umfrage auf Basis einer kombinierten Telefon- und Online-Stichprobe mit insgesamt 1011 Befragten in Bayern. Die Erhebung fand im Zeitraum vom 14. bis 19.10.2026 statt.

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