Ein weiteres Meinungsforschungsinstitut bescheinigt der Union verheerende Umfragewerte: In einer aktuellen Ipsos-Erhebung verlieren CDU/CSU einen weiteren Prozentpunkt und kommen nur noch auf 20 Prozent.

Das ist der tiefste Wert, den Ipsos in ihrer seit 2016 erhobenen Umfrage für die Union jemals ermittelt hat. Zugleich haben CDU/CSU seit März dieses Jahres in dieser Umfrage nur verloren.

Die AfD kann dagegen einen Prozentpunkt zulegen und distanziert sich mit 28 Prozent immer weiter von der Union. Der Abstand zwischen beiden Parteien beträgt nun acht Prozentpunkte. Bei anderen Umfragen fällt der Vorsprung teilweise noch größer aus.

Die Grünen bleiben unverändert zum Vormonat und landen bei 15 Prozent. SPD und Linke tauschen die Plätze in dem Ranking: Während die Sozialdemokraten einen Prozentpunkt zulegen können (13 Prozent), fällt die Linke auf 12 Prozent (-1) und damit auf Rang 5 im Ranking zurück. FDP und BSW würden mit 4 bzw. 3 Prozent den Einzug in den Bundestag verpassen.

Die Umfragewerte von Insa im Überblick:

  • AfD: 28 Prozent (+1)
  • CDU/CSU: 20 Prozent (-1)
  • Grüne: 15 Prozent (+/-0)
  • SPD: 13 Prozent (+1)
  • Linke: 12 Prozent (-1)
  • FDP: 4 Prozent (-1)
  • BSW: 3 Prozent (+/-0)
  • Sonstige: 5 Prozent (+1)

Die Zahlen von Ipsos weichen in Teilen deutlich von anderen Umfragen ab. Bei Insa kommt die Union aktuell nur noch auf 17,5 Prozent, bei Forsa auf 19 Prozent. Die AfD hingegen erreicht bei Insa sogar 30,5 Prozent, bei Forsa 27 Prozent.

In einer weiteren Frage der Erhebung zeigte sich eine Mehrheit tief enttäuscht von Friedrich Merz als Bundeskanzler. 48 Prozent stimmten der Aussage „Die Kanzlerschaft von Friedrich Merz ist gescheitert“ voll und ganz zu, weitere 19 Prozent stimmten der Aussage eher zu.

In den ostdeutschen Bundesländern fiel das Urteil härter aus: Dort stimmten 80 Prozent der Befragten der Aussage voll oder eher zu. In den westdeutschen Bundesländern ist die Zustimmung zu dieser Aussage den Angaben zufolge mit 64 Prozent etwas geringer.

Für die nach eigenen Angaben repräsentative Umfrage im Auftrag des „Spiegel“ hatte Ipsos zwischen dem 30. September und dem 4. Oktober rund 2002 Menschen in Deutschland online befragt.

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