In Mecklenburg-Vorpommern bahnt sich eine Wahlsensation an: Nur wenige Tage vor der Landtagswahl hat die SPD um Ministerpräsidentin Manuela Schwesig die AfD in einer neuen Umfrage überholt.

Nach neuen Zahlen des ZDF‑„Politbarometers“ legt die SPD innerhalb einer Woche drei Prozentpunkte zu und kommt nun auf 37 Prozent. Die AfD hingegen verliert einen Punkt und kommt auf 36 Prozent.

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Die CDU verliert abermals (-1) und steht nun bei 6 Prozent. Das wäre ihr schlechtestes Ergebnis bei einer Landtagswahl seit Gründung der Bundesrepublik. Der Partei von Bundeskanzler Friedrich Merz droht damit eine weitere heftige Schlappe nach ihrem Debakel bei der jüngsten Wahl in Sachsen-Anhalt.

Nach den ZDF-Zahlen steht die Linke aktuell auf Platz drei mit neun Prozent. Die Grünen kommen unverändert auf fünf Prozent, das BSW liegt bei vier Prozent. Alle übrigen Parteien kommen insgesamt auf 3 Prozent. Für den Einzug in den Landtag gilt auch in Mecklenburg-Vorpommern eine Fünf-Prozent-Hürde.

Die Politbarometer-Ergebnisse im Überblick:

  • SPD: 37 Prozent (+3 Prozentpunkte)
  • AfD: 36 Prozent (-1)
  • Linke: 9 Prozent (-1)
  • CDU: 6 Prozent (-1)
  • Grüne: 5 Prozent (+/-0)
  • BSW: 4 Prozent (+/-0)

Könnten die Menschen den Ministerpräsidenten oder die Ministerpräsidentin direkt wählen, läge Amtsinhaberin Schwesig unangefochten mit 61 Prozent vorn. Ihren Herausforderer Holm bevorzugen 30 Prozent.

79 Prozent sind laut Forschungsgruppe Wahlen sicher, wen sie am Sonntag wählen. 21 Prozent sind noch unsicher.

Schwesig setzt im Wahlkampf auf eine Mobilisierung gegen die AfD und präsentiert sich als „Die Frau gegen Blau“. Im direkten Vergleich mit dem AfD-Spitzenkandidaten Leif-Erik Holm schneidet sie bei der Frage, wen die Menschen lieber als Ministerpräsidenten oder Ministerpräsidentin hätten, deutlich besser ab: 61 Prozent nennen sie, 28 Prozent den Herausforderer.

Andere Umfrage sehen die AfD noch vorne. Bei Insa kommt die AfD auf 37 Prozent, die SPD auf 35 Prozent. Infratest dimap sieht die Partei um Spitzenkandidat Leif-Erik Holm bei 38 Prozent (SPD: 33 Prozent).

Für das „Politbarometer“ befragte die Forschungsgruppe Wahlen insgesamt 1395 Personen in der Zeit vom 14. bis 17. September.

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