AfD liegt in Umfrage fünf Prozentpunkte vor der Union
Die AfD liegt im am Samstag veröffentlichten Insa-Sonntagstrend für „Bild am Sonntag“ unverändert bei 28 Prozent und damit fünf Prozentpunkte vor CDU/CSU. Die Union büßt einen Prozentpunkt ein auf 23 Prozent, der Umfrage zufolge ist das der niedrigste Wert seit mehr als vier Jahren. Die SPD verliert einen Prozentpunkt auf 13 Prozent. Die Regierungsparteien CDU/CSU und SPD erreichen damit zusammen nur noch 36 Prozent. Die Grünen bleiben bei 13 Prozent, die Linke liegt unverändert bei elf Prozent, BSW und FDP kommen ebenfalls unverändert auf drei Prozent.
Seit der Bundestagswahl 2025 haben die Koalitionspartner den Insa-Zahlen zufolge damit rund ein Fünftel ihrer Wähler verloren. „Wenn sich dieser Trend verfestigt, steht Deutschland vor einer massiven Verschiebung der politischen Kräfteverhältnisse“, sagte Insa-Chef Hermann Binkert der Zeitung.
Union und SPD sind damit gemeinsam so schwach wie nie seit der Bundestagswahl im Februar 2025. Wegen der vielen Stimmen für Parteien unterhalb der Fünf-Prozent-Hürde wären Mehrheiten zwar schon ab 45 Prozent möglich – doch selbst davon ist Schwarz-Rot mit ihren 36 Prozent meilenweit entfernt. Die Insa-Umfrage im Überblick:
- AfD: 28 Prozent (unverändert)
- Union: 23 Prozent (minus 1)
- SPD: 13 Prozent (minus 1)
- Grüne: 13 Prozent (unverändert)
- Linke: 11 Prozent (unverändert)
- BSW: 3 Prozent (unverändert)
- FDP: 3 Prozent (unverändert)
- Sonstige: 6 Prozent (plus 2)
Der Negativtrend für CDU und SPD hält knapp ein Jahr vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen auch im einwohnerstärksten Bundesland an. Die CDU in NRW käme auf 34 Prozent der Stimmen – 2 Prozentpunkte weniger als bei der vorherigen Insa-Umfrage im November 2025. Nur noch 18 Prozent würden ihre Stimme der SPD geben – ein Prozentpunkt weniger als bei der vorherigen Insa-Umfrage und sogar knapp 9 Punkte weniger als bei der NRW‑Wahl 2022 (26,7 Prozent). Knapp dahinter liegt die AfD mit 17 Prozent – plus ein Punkt im Vergleich zum November 2025 und gut eine Verdreifachung im Vergleich zur Landtagswahl 2022 (5,4 Prozent).
Insa fragte für den repräsentativen „Sonntagstrend“ für den Bund 1200 Personen im Zeitraum vom 4. bis 8. Mai: „Wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre, wie würden Sie wählen?“ Die maximale Fehlertoleranz liegt bei +/- 2,9 Prozentpunkten.
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