Iran-Krieg hat die USA bereits 25 Milliarden Dollar gekostet
Der Krieg gegen den Iran hat das US-Militär nach Angaben aus dem Pentagon bislang etwa 25 Milliarden Dollar (rund 21 Milliarden Euro) gekostet. Der Großteil der Summe sei für Munition ausgegeben worden, sagte der Finanzchef des US-Kriegsministeriums, Jules Hurst III., am Mittwoch vor dem Streitkräfteausschuss des US-Repräsentantenhauses. Abgeordnete der Demokratischen Partei nutzten die Anhörung für Kritik an den hohen Ausgaben und konfrontierten Kriegsminister Pete Hegseth mit ihren Fragen.
Es war das erste Mal seit Beginn des Kriegs am 28. Februar, dass Hegseth vor dem Kongress aussagte. Bei der Befragung sollte es eigentlich um den geplanten Verteidigungsetat der Trump-Regierung für 2027 gehen – die Regierung sieht vor, die Ausgaben für Verteidigung auf 1,5 Billionen Dollar anzuheben, so viel wie noch nie. Doch war der Termin für die Demokraten eine Gelegenheit, um auf die hohen Kosten des von den USA gemeinsam mit Israel ohne Zustimmung des Kongresses begonnenen Kriegs gegen den Iran hinzuweisen.
Der Abgeordnete Adam Smith, der ranghöchste Demokrat im Ausschuss, stellte infrage, warum die USA den Krieg überhaupt führten. „Wir mussten diesen Krieg beginnen, wie Sie vor 60 Tagen sagten, weil die Atomwaffe eine unmittelbare Bedrohung darstellte“, sagte Smith zu Hegseth. Dabei seien nach Auskunft des Kriegsministers die iranischen Atomanlagen bereits 2025 komplett zerstört worden. „So wie ich das sehe, scheint die Strategie die zu sein, so viel Gewalt, so viele Drohungen, so viel Nötigung wie möglich einzusetzen, um die Welt unserem Willen zu unterwerfen“, sagte Smith weiter. „Ich halte das für eine sehr gefährliche Strategie.“
Hegseth kritisierte hingegen, skeptische Abgeordnete seien ein erhebliches Problem für Militäreinsätze der USA. „Die größte Herausforderung, der größte Gegner, mit dem wir es an dieser Stelle zu tun haben, sind die rücksichtslosen, schwachen und defätistischen Worte von Demokraten des Kongresses und einigen Republikanern.“
Demokraten sind mit Einschränkung von Kriegsbefugnissen gescheitert
Demokraten im Repräsentantenhaus und Senat ist es bislang nicht gelungen, Resolutionen zu verabschieden, die US-Präsident Donald Trump dazu gezwungen hätten, für weitere Militärmaßnahmen im Krieg auf eine Genehmigung des Kongresses zu warten. Die meisten Republikaner haben Trump ihre Unterstützung zugesichert.
Zwar ist aktuell eine Waffenruhe in Kraft. Doch mögliche Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran kommen nicht voran. Trump scheint nicht auf ein Angebot des Irans eingehen zu wollen, wonach dieser die für den Ölhandel wichtige Straße von Hormus wieder öffnen würde, wenn die USA im Gegenzug den Krieg und ihre Blockade gegen iranische Häfen beenden, und Verhandlungen über das iranische Atomprogramm verschoben werden.
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