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Die Kritik an Mitgliedern des Bundeskabinetts ist deutlich größer geworden. Nur ein Minister kommt noch bei einer Mehrheit gut an.

Die Energie wird knapp, die Preise steigen, die Reformen kommen nur schleppend voran. Und dann wird auch noch ständig öffentlich gestritten. Die Regierungskoalition aus CDU/CSU und SPD ist bald ein Jahr im Amt – doch die Politikverdrossenheit wächst.

Bei der Bewertung des „Kernkabinetts“, also der acht wichtigsten Ministerinnen und Minister, fällt auf, dass nur noch die Arbeit von Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) bei einer Mehrheit der Bundesbürger gut ankommt. Laut dem Forsa-Politikerranking für RTL Deutschland sind 62 Prozent damit zufrieden. Bei Außenminister Johann Wadephul (CDU) sind es mit 46 Prozent nur noch knapp die Hälfte und bei Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) und Thorsten Frei, Chef des Bundeskanzleramts (CDU), sogar nur noch 33 Prozent.

Unzufrieden mit dem Bundeskabinett

Auch mit den Leistungen aller anderen abgefragten Kabinettsmitglieder sind die meisten Wahlberechtigten nicht (mehr) einverstanden. Vergleicht man die aktuellen Zufriedenheitswerte mit denen vom Juli 2025, haben sich alle verschlechtert. Gesundheitsministerin Nina Warken (SPD), die derzeit eine Gesundheitsreform und höhere Kosten für Kassenpatienten plant, verliert sieben Prozentpunkte. Die größten Einbußen verzeichnen Lars Klingbeil (minus zwölf Prozentpunkte), Bärbel Bas (minus 13) und Thorsten Frei (minus 18). 

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Schlusslicht ist Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche von der CDU (minus 20 Prozentpunkte). Reiche war in den vergangenen Wochen vor allem wegen ihres Kurses bei der Energiepolitik und fehlender Dialogbereitschaft in die Kritik geraten.

Insgesamt ist damit die Zufriedenheit mit der Arbeit sämtlicher acht Minister und Ministerinnen, die abgefragt wurden, deutlich gesunken. Ein alarmierendes Zeichen für die Wahrnehmung der Handlungsfähigkeit der aktuellen Regierungskoalition.

Zur Methodik: Das Meinungsforschungsinstitut Forsa befragte im Auftrag von RTL Deutschland 1502 Personen im Zeitraum vom 21. bis 23. April 2026 und bat um die Bewertung der Arbeit ausgewählter Mitglieder des Bundeskabinetts. Die mögliche Fehlerquote liegt bei plus/minus drei Prozentpunkten.

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