„Hört auf, Menschen zu essen“ – Schockierender Bericht über Kannibalismus in der russischen Armee
Der ukrainische Geheimdienst hat Informationen über mutmaßliche Fälle von Kannibalismus in der russischen Armee gesammelt, wie die britische Zeitung „The Times“ berichtet. Die Vorwürfe stützen sich auf abgehörte Funkgespräche sowie Nachrichten im Messengerdienst Telegram.
Ein besonders erschütternder Vorfall soll sich im November 2025 nahe Myrnohrad in der Region Donezk ereignet haben. Ein Soldat mit dem Rufzeichen „Khromoy“ (dt.: der Lahme) soll zwei Kameraden getötet haben. Als er entdeckt wurde, soll er gerade dabei gewesen sein, ein Bein mithilfe eines Fleischwolfs zu verarbeiten.
In einem Telegram-Chat äußerten sich russische Offiziere demnach fassungslos. Der Soldat sei daraufhin von seinen eigenen Kameraden erschossen worden, als er das Feuer auf sie eröffnete. In dem Chat wurden Bilder des abgetrennten Beins versendet sowie eines unterernährten Soldaten, so „The Times“. Die Echtheit der Fotos wurde laut der Zeitung durch spezialisierte KI-Software geprüft, die keine Manipulationen feststellen konnte.
Ein Offizier soll den Fall in einer Sprachnotiz folgendermaßen kommentiert haben: „Ich habe keine Ahnung, woher er diesen Fleischwolf hat. Das ist das Interessanteste daran.“ Sein Kollege soll erwidert haben: „Werden sie denn nicht gefüttert, oder was? Ich verstehe das nicht.“ Im weiteren Gespräch sprechen die Offiziere auch von der schlechten Versorgung mit Lebensmitteln: „Bei uns werden sie sich auch bald gegenseitig auffressen. Alle Jungs sind abgemagert. Jeder bekommt nur noch Hungerrationen.“
„Hört verdammt noch mal auf, Menschen zu essen“
Weitere Nachrichten, die der ukrainische Geheimdienst gesammelt hat, weisen ebenfalls darauf hin, dass Kannibalismus in der russischen Armee verbreitet ist. So soll der Stabschef einer Brigade im Dezember 2025 ausdrücklich angeordnet haben: „Kein Alkohol! Keine Drogen! Kein Kannibalismus!“
In einem anderen Vorfall soll ein Kommandeur einen Soldaten mit dem Vorwurf konfrontiert haben, Menschen zu essen: „Wenn du etwas gesagt hättest, hätte ich dir gesagt, wohin du gehen musst und wo du Fleisch bekommst.“ Im weiteren Gesprächsverlauf heißt es laut Medienbericht: „Warum fressen Sie verdammt noch mal ‚Chochols‘? Hört auf, Menschen zu essen.“ Der Begriff „Chochols“ ist eine abwertende Bezeichnung für Ukrainer.
Russland hat die Berichte des ukrainischen Geheimdienstes als „Fake“ zurückgewiesen.
Die Ursache für die Berichte über die mutmaßlich stockende Versorgung mit Nahrungsmitteln innerhalb der russischen Armee, scheint auf ein Versagen der russischen Logistik in den Herbst- und Wintermonaten zurückzugehen. Hintergrund ist eine starke Erhöhung der russischen Truppenpräsenz auf rund 710.000 Soldaten in der Ukraine.
Russland führt seit über vier Jahren einen Offensivkrieg gegen die Ukraine. Bisher haben die russischen Streitkräfte knapp ein Fünftel des Territoriums des Nachbarlandes besetzt. Seit Monaten gibt es an den Fronten kaum Bewegung, Russland hat mit hohen Verlusten an Personal nur geringe Erfolge vorzuweisen.
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