Auswärtiges Amt verschärft Reisehinweise
- Deutsche sollen sich in Krisenvorsorgeliste "Elefand" eintragen
- Lufthansa streicht Flüge in die Krisenregion
- Reaktionen auf den Militärangriff
Nach dem Angriff der USA und Israels auf den Iran und Reaktionen aus Teheran hat das Auswärtige Amt eine Reisewarnung ausgesprochen. Gewarnt wird konkret vor Reisen in die folgenden Staaten oder Gebiete: Israel/Palästinensische Gebiete, Libanon, Jordanien, Syrien, Irak, Iran, Bahrain, Kuwait, Oman, Vereinigte Arabische Emirate, Saudi-Arabien, Katar, Jemen.
Deutsche sollen sich in Krisenvorsorgeliste eintragen
Die deutsche Botschaft in Tel Aviv forderte zudem die Deutschen in Israel auf, sich dringend an die Anweisungen der Sicherheitsbehörden zu halten. "Bleiben Sie vor allem nah an geeigneten Schutzräumen", schreibt der deutsche Botschafter Steffen Seibert auf X. Deutsche im Iran, in Israel und der weiteren Region sind laut Außenministerium aufgerufen, sich auf der Krisenvorsorgeliste "Elefand" zu registrieren.
Auf der Liste kann man Kontaktdaten angeben, um bei Krisen Informationen und Unterstützung zu erhalten. Eintragen können sich dauerhaft im Ausland lebende Deutsche, aber auch Urlauber oder Geschäftsreisende, die kürzer dort sind. Eine Meldepflicht für Bundesbürger im Ausland gibt es nicht.
Lufthansa streicht Flüge
Gleichzeitig streicht die Lufthansa alle Flüge zu mehreren Zielen im Nahen Osten. Der Flugverkehr von und nach Dubai sei bis Sonntag unterbrochen, sagte ein Sprecher. Die Verbindungen von und nach Tel Aviv, Beirut und dem Oman würden bis zum 7. März gestrichen.
Reaktionen auf den Angriff
Die Linkspartei hat den Militärangriff Israels und der USA auf den Iran verurteilt und vor schwerwiegenden Folgen für die Region gewarnt. "Israel und die USA missachten mit den Angriffen auf den Iran das Völkerrecht und riskieren damit einen Krieg, der katastrophale Folgen für die gesamte Region - allen voran die Zivilbevölkerung - haben könnte", erklärte Fraktionschef Sören Pellmann. Er forderte die Bundesregierung auf, Maßnahmen zur Deeskalation zu ergreifen. Ein Regimewechsel könne niemals herbeigebombt werden.
Ein Regimewechsel kann niemals herbeigebombt werden.
Dagegen verteidigte der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter den Angriff auf den Iran. Er sagte MDR AKTUELL, Teheran habe in den Verhandlungen nicht gebracht, was man erwartet habe. Die Reaktion darauf sei auch in unserem Interesse.
Die FDP-Europapolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann äußerte Hoffnung auf ein Ende des autoritären Regierungssystems im Iran. Sie sagte der "Rheinischen Post", gelinge das, wäre es für Iran, den Nahen Osten und darüber hinaus in Europa eine Chance eines friedlichen, gemeinsamen Neubeginns.
dpa,Reuters (isc)
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