Felix Klein legt Amt des Antisemitismus-Beauftragten nieder – und wird Botschafter
Der Antisemitismusbeauftragte Felix Klein verlässt im Sommer seinen Posten und wechselt in das Amt des deutschen Botschafters bei der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in Paris. Dies habe das Bundeskabinett entschieden, teilte Klein selbst mit. Über seine Nachfolge sei noch nicht entschieden.
Der 58-Jährige bekleidet das Amt des Beauftragten der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus seit dessen Einführung im Jahr 2017. Zuvor hatte der Jurist und Diplomat bereits eine ähnliche Aufgabe im Auswärtigen Amt.
„Diese Jahre waren ohne Zweifel fordernd“, erklärte Klein. „Verantwortung und Aufgabe bleiben groß.“ Doch sei es eine „Freude und Ehre“ gewesen, dazu beizutragen, den Kampf gegen Antisemitismus in Deutschland wirksamer zu gestalten. Bis zu seinem Abschied werde er das Amt weiter ausfüllen. Die neue Aufgabe in Paris nehme er „mit großem Respekt gerne an“.
Klein bereits zuvor mit Auslandserfahrungen
Klein wurde 1968 in Darmstadt geboren, studierte Rechtswissenschaften in Freiburg und Berlin und absolvierte von 1994 bis 1996 die Ausbildung für den höheren Auswärtigen Dienst in Bonn. Im Jahr 2001 promovierte er an der Universität Sankt Gallen.
Als Diplomat war Klein auf unterschiedlichen Posten tätig: So arbeitete er im Ausland in Kamerun und Italien. Von 2007 bis 2018 war er in der Berliner Zentrale des Auswärtigen Amtes tätig, zuletzt als Sonderbeauftragter für Beziehungen zu jüdischen Organisationen und Antisemitismusfragen.
Zu seinen Aufgaben als Antisemitismus-Beauftragtem gehört es nach offiziellen Angaben, Maßnahmen der Bundesregierung gegen Antisemitismus zu koordinieren. Auch soll er Ansprechpartner für jüdische Gruppen sein sowie zur Sensibilisierung der Gesellschaft für Formen von Antisemitismus zum Beispiel durch politische und kulturelle Bildung beitragen.
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