Grüne-Jugend-Chef erklärt sein „Hurensohn“-Video – und tritt gegen Söder nach
Der Chef der Grünen Jugend, Luis Bobga, beklagt eine Schieflage in der Debatte über sein Online-Video, in dem er CSU-Chef Markus Söder beim Nachsingen eines Haftbefehl-Songs als „Hurensohn“ beleidigt hat.
Er frage sich, warum das nun für mehr Aufregung in der Gesellschaft sorge als die „menschenfeindliche Politik der Regierung und dabei auch insbesondere die von Markus Söder, etwa durch Abschiebungen in Krisengebiete und durch Verschärfungen des Bürgergelds“, sagte der 23-Jährige dem „Stern“.
Zugleich betonte er, dass das Wort „Hurensohn“ nicht zu seinem Sprachgebrauch zähle. „Es ist ein sexistischer Begriff, der aus gutem Grund nicht verwendet werden sollte.“ Er nehme es aber auf sich, dass er durch seine Aktion nun so weite Verbreitung gefunden habe und als direkte Beleidigung wahrgenommen wurde.
Bobga sagte, er habe seine Lippen zu dem Song bewegt, der zurzeit häufig in den sozialen Medien geteilt werde und sei damit einem Trend gefolgt. Aus seiner Sicht wäre es etwas ganz anderes, „wenn ich das in einem Interview über Herrn Söder gesagt hätte. Das würde ich niemals tun.“
CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann hatte scharfe Kritik geäußert. Bobga müsse sich für seine Hassrede entschuldigen. Wer so etwas sage, sei nicht länger tragbar.
Bobga bildet seit Oktober zusammen mit Henriette Held das neue Führungs-Duo der Grünen-Nachwuchsorganisation. Er hatte in einem Video zur Musik vib Haftbefehl mitgerappt; als das Wort „Hurensohn“ fiel, wurde ein Bild von Söder eingeblendet.
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