„Ist das Klingonien?“ – Wadephul und Klingbeil treffen sich bei Tankstopp ihrer Regierungsflieger
Auf ihrer Reise in die USA haben Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) und Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) am Sonntagabend zeitgleich einen Zwischenstopp in der isländischen Hauptstadt Reykjavik eingelegt. Kurios daran: Die Minister nutzten unterschiedliche Flugzeuge.
Als Wadephul in Reykjavik ankam, erwartete ihn Finanzminister Klingbeil bereits auf dem Rollfeld. „Ist das hier Klingonien?“, fragte der Außenminister gut gelaunt und scherzend. Die Flugzeuge der Flugbereitschaft der beiden Minister standen nebeneinander. Wadephul verabschiedete Klingbeil mit einem Klaps und den Worten „Hau rein“.
Aus dem Auswärtigen Amt hieß es auf die Frage, ob die beiden Minister nicht hätten zusammen fliegen können: „Bei Reisen wird stets geprüft, ob diese gemeinsam durchgeführt werden können. Die aktuellen Reisen von Außenminister Wadephul und Vizekanzler Klingbeil ließen sich aufgrund des unterschiedlichen Programmablaufes nicht zusammenlegen.“ So führe Wadephul etwa noch bilaterale Gespräche in Island. Er werde zudem länger in den USA bleiben und von Washington noch nach New York weiterreisen.
Tatsächlich nutzte Wadephul den Zwischenstopp für einen Besuch bei seiner isländischen Kollegin Thorgerdur Katrín Gunnarsdóttir. Klingbeil flog nach einem kurzen Tankstopp weiter in Richtung USA.
In Washington sprechen mehrere große Industriestaaten am Montag über den Zugang zu kritischen Rohstoffen. Die USA haben dafür internationale Finanzminister eingeladen, auch Klingbeil nimmt teil.
Als kritische Rohstoffe gelten 34 für die Wirtschaft besonders wichtige Stoffe wie Lithium, Kobalt, Seltene Erden, Kupfer oder Aluminium. Sie sind wichtig für Schlüsseltechnologien, ihre Versorgung hängt aber oft von wenigen Ländern wie China, aber auch zum Beispiel Venezuela ab.
Klingbeil betonte bereits vor dem Treffen, Deutschland und die EU setzten auf einen fairen, regelbasierten und verlässlichen Handel mit diesen Rohstoffen. „Deutschland hat ein großes Interesse, hier die internationale Kooperation auszubauen, um die Versorgungssicherheit zu stärken, Abhängigkeiten zu verringern und verlässliche wirtschaftliche Rahmenbedingungen sicherzustellen“, sagte er. Wo immer möglich müsse gemeinsam gehandelt werden.
Außenminister Johann Wadephul wird am Montag in der US-Hauptstadt dagegen von seinem Amtskollegen Marco Rubio empfangen. Dabei dürften die Drohungen Donald Trumps gegen Grönland eine wichtige Rolle spielen. Neben der transatlantischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik geht es bei dem Treffen vor dem Hintergrund der laufenden Beratungen über einen Waffenstillstand in der Ukraine auch um die weitere Unterstützung des vor knapp vier Jahren von Russland angegriffenen Landes.
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