Stürmer trifft mit blutiger Nase – Dresden gelingt Befreiungsschlag
Bitterer geht es kaum für den Fürther Hendry Blank. Bei der 0:3 (0:2)-Niederlage bei Dynamo Dresden fälschte der Innenverteidiger der SpVgg Greuther Fürth die ersten beiden Gegentreffer unglücklich ab. Dann musste er frühzeitig mit Gelb-Roter Karte vom Platz. Robert Wagner (31. Minute) brachte das bisherige Schlusslicht aus Dresden in Führung, ehe Ben Bobzien (41.) noch vor der Pause erhöhte. Vincent Vermeij (55.) stellte den Endstand her.
Der Stürmer trotzte bei dem Treffer auch seinem Nasenbluten. Vermeij war in der ersten Minute der Partie von Blank im Gesicht getroffen worden, was auch zur ersten gelben Karte des Fürthers führte. Vermeij hatte dann das ganze Spiel über mit seiner Nase zu kämpfen.
Die Partie begann für die Gäste vielversprechend. Omar Sillah (16.) setzte ein erstes Achtungszeichen, als er im Strafraum zwei Dresdner umspielte und aus spitzem Winkel Keeper Lennart Grill zu einer Parade zwang. Nur wenig später verhinderte Dynamo-Keeper Grill gegen Felix Klaus (22.) und Sacha Bansé (24.) einen Rückstand.
Die Führung erzielte dann der Ex-Fürther Wagner für Dynamo, als er im Strafraum nach Klasse-Vorarbeit von Niklas Hauptmann per abgefälschtem Schuss traf. Dann fälschte Blank erneut einen Schuss der Gastgeber ins eigene Tor ab, diesmal von Bobzien (41.).
Nach dem Wechsel erzielte Vermeij (55.) das 3:0, diesmal kam Blank Millimeter zu spät, rutschte am Ball vorbei, hinter ihm drückte der Dresdner den Ball über die Linie. Dann kam es für die Franken noch schlimmer, speziell für Blank, der nach einer Notbremse gegen Bobzien (62.) die Ampelkarte sah.
Braunschweig und Cottbus bleiben torlos
Eintracht Braunschweig und Energie Cottbus haben einen Befreiungsschlag anders als Dresden verpasst. In einer niveauarmen Partie trennten sich die beiden abstiegsbedrohten Clubs 0:0. Mit jeweils elf Punkten stehen die Klubs vorerst im Tabellenmittelfeld, können im weiteren Verlauf des Spieltags aber noch deutlich abrutschen. Braunschweig kassierte nach Schlusspfiff für die Leistung Pfiffe der eigenen Fans.
Braunschweig versuchte an die zuletzt starken Heimauftritte, unter anderem mit dem 2:0-Derbysieg gegen Hannover 96, anzuknüpfen. Das Team von Trainer Lars Kornetka drückte Cottbus in die eigene Hälfte, kam allerdings nicht zu Chancen. Die erste gute Gelegenheit besaßen die Gäste von Trainer Claus-Dieter Wollitz: Christian Kinsombi (14.) traf nur den Pfosten.
Sinnbildlich: Viele Zweikämpfe, wenig Fußball in BraunschweigAuf der Gegenseite sorgte lediglich Energie-Keeper Marcel Lotka für Gefahr. Der Schlussmann unterschätzte eine Eintracht-Flanke und lenkte den Ball gerade noch so eben neben den Pfosten (35.).
Die Eintracht blieb vor dem gegnerischen Tor auch im zweiten Durchgang ungefährlich. Die Norddeutschen überließen den Gästen die Kontrolle. Energie hatten allerdings wenig Interesse daran, das Risiko zu erhöhen. In der Schlussphase blieben beide Teams ohne klare Torchance. Weder Braunschweigs Ron-Thorben Hoffmann noch Cottbus’ Lotka wurden ansatzweise geprüft.
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