An seinem ersten Tag an der Spitze der Tennis-Weltrangliste hat Alexander Zverev seiner Mutter mit einer emotionalen Liebeserklärung gedankt. Der 29-Jährige würdigte in einem persönlichen Beitrag auf der Internetseite der ATP die Frau, ohne die sein großer Traum wohl nie Wirklichkeit geworden wäre.

„Die wichtigste Person in meinem Leben – und für meine Tenniskarriere – war schon immer meine Mutter Irina“, schreibt Zverev. „Sie hat mir das Tennisspielen beigebracht. Sie war meine erste Trainerin.“

Während sein Vater mit dem zehn Jahre älteren Bruder Mischa zu Nachwuchsturnieren reiste, kümmerte sich seine Mutter um ihn. Als bei Zverev im Alter von vier Jahren Diabetes Typ 1 diagnostiziert wurde, habe sie nie daran gezweifelt, dass ihr Sohn seine Träume verwirklichen könne. „Egal, welches Hindernis sich mir in den Weg stellte, sie hätte niemals zugelassen, dass mich irgendetwas aufhält“, schreibt der zweimalige Grand-Slam-Sieger.

Die Zverevs (von links): Mischa, Alexander, Vater Alexander Zverev Sr. und Mutter Irina Zvereva

Seine Mutter habe ihn auch vor entmutigenden Aussagen der Ärzte geschützt. „Sie schickte mich bei diesen Gesprächen aus dem Zimmer, weil sie nicht wollte, dass ich hörte, was dort gesagt wurde.“ Seine Mutter habe nicht akzeptiert, wenn Ärzte sagten, dass etwas für ihren Sohn unmöglich sei, erinnerte Zverev. „Sie hat alles in ihrer Macht Stehende getan, um mir zu helfen, meine Träume zu verwirklichen. Deshalb hatte ich nie Zweifel daran, dass ich alles erreichen kann, und das verdanke ich meiner starken Mutter an meiner Seite.“

Zverev versteckte seine Krankheit aus Scham

Lange habe er versucht, seine Erkrankung vor anderen zu verbergen. „Ich habe mich ein bisschen dafür geschämt“, gestand Zverev. Erst nach seiner schweren Knöchelverletzung bei den French Open 2022 habe ein Umdenken eingesetzt. Er gründete eine Stiftung, um Kindern mit Diabetes zu helfen, und machte seine eigene Erkrankung öffentlich.

Nun will Zverev seinen größten sportlichen Triumph auch als Botschaft an andere Betroffene verstanden wissen. „Es ist großartig, allen da draußen zu zeigen, dass sie ihre Träume auch mit dieser Krankheit verwirklichen können“, schrieb er. „Wenn es irgendwann einen weiteren Weltranglistenersten mit Diabetes geben sollte, wäre ich der glücklichste Mensch der Welt.“

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