Zverev schimpft über Bälle und verliert in Wien
Alexander Zverev kann seinen Status als künftige Nummer eins der Tenniswelt nicht mit dem Turniersieg in Wien krönen. Der gebürtige Hamburger verlor im Halbfinale des ATP-Events gegen den Australier Alex de Minaur denkbar knapp mit 4:6, 6:1 und 6:7 (4:7) und verpasste somit das Traumfinale gegen Carlos Alcaraz. Der Spanier hatte zuvor mit 6:4, 7:6 gegen den Russen Daniil Medwedew gewonnen.
Immer wieder beklagte sich der Deutsche in seinem Halbfinale über die Tennisbälle, die seiner Ansicht nach viel zu stark aufgingen. „Glaubst du, es ist normal, bei einem Tennisturnier mit diesen Bällen zu spielen?“, fragte Zverev den Unparteiischen und hielt ihm die Filzkugel vors Gesicht.
Schon mit dem Viertelfinaleinzug hatte sich Zverev die Weltranglistenführung ab Montag gesichert. Als letzter deutscher Mann stand Boris Becker vor gut 35 Jahren an der Spitze. Bei den Frauen gelang dies Steffi Graf und Angelique Kerber.
Struff vergibt Matchball im Halbfinale von Basel
Beim zeitgleich stattfindenden Turnier in Basel verpasste Zverevs Landsmann Jan-Lennard Struff derweil eine große Chance auf den Finaleinzug. Der 36 Jahre alte Warsteiner, der bei dem Turnier erstmals gegen Novak Djokovic gewonnen hatte, vergab im zweiten Satz einen Matchball und musste sich dem Tschechen Jiri Lehecka schließlich mit 6:3, 5:7 und 4:6 geschlagen geben. Seinen bislang einzigen Titel auf der ATP-Tour gewann Struff 2024 in München. Lehecka bekommt es im Finale mit dem Monegassen Valentin Vacherot zu tun.
Die starken deutschen Ergebnisse zum Saisonende machen jedoch Hoffnung auf eine erfolgreiche Davis-Cup-Endrunde. Im Viertelfinale trifft das DTB-Team am 26. November auf Großbritannien. Das große Ziel: der erste Titelgewinn seit 1993. Neben Zverev und Struff ist auch das Weltklasse-Doppel Kevin Krawietz/Tim Pütz in Bologna dabei.
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