Niederlage im Niedersachsen-Derby – Wagner bleibt mit Hannover sieglos
Eintracht Braunschweig hat die Sorgen seines Erzrivalen Hannover 96 in der Zweiten Liga vergrößert. Mit dem 2:0 (1:0) im 185. Niedersachsen-Derby gelang den Braunschweigern ihrerseits ein Befreiungsschlag.
Max Marie (17. Minute) und Yann Sturm (90.+2) sicherten den verdienten Sieg der Gastgeber. In der Nachspielzeit musste die Partie einige Minuten unterbrochen werden, weil aus dem Hannover-Fanblock bengalische Feuer in den Innenraum geworfen wurden und die Feuerwehr anrücken musste.
Überschattet wurde der Sieg vor 22.073 Zuschauern zudem vom Ausfall von Eintracht-Torwart Ron Thorben Hoffmann. Der Kapitän musste nach einer Rettungsaktion sichtlich benommen vom Platz geführt und durch Benjamin Uphoff ersetzt werden.
Derbysieger: Die Spieler von Eintracht Braunschweig feierten nach dem Abpfiff mit den FansDie Eintracht setzte sich durch den ersten Derby-Erfolg nach zwei Jahren in das Tabellen-Mittelfeld ab. 96 rutschte nach dem dritten erfolglosen Spiel unter seinem neuen Trainer Sandro Wagner Richtung Tabellenende.
Die Niederlage der Gäste war verdient. Zwar hatten sie phasenweise mehr Ballbesitz, waren in der ersten Halbzeit aber harmlos. Nach der Pause wurde 96 gefährlicher. Die Braunschweiger waren nicht besser, letztlich jedoch effektiver. Für Trainer Lars Kornetka war es der erste Derby-Sieg.
Holstein Kiel – Dynamo Dresden 3:0
Der KSV Holstein Kiel hat mit einem überzeugenden 3:0 (1:0) über Dynamo Dresden seinen Trainer Tim Walter aus der Schusslinie genommen. Das bisherige Tabellenschlusslicht rückte mit dem ersten Saisonsieg bis auf Platz 13 nach vorn.
Holstein Kiel siegt und feiertGiorgi Kvilitaia hatte die „Störche“ bereits nach neun Minuten in Führung gebracht. Der 27 Sekunden zuvor eingewechselte Jonas Therkelsen schoss nach 73 Minuten das zweite Tor, ehe Phil Harres (86.) das Spiel entschied. Niklas Hauptmann scheiterte mit einem schlecht geschossenen Foulelfmeter an Timon Weiner im Kieler Tor (63.).
VfL Osnabrück – Greuther Fürth 3:0
Mit dem zweiten Heimsieg der Saison hat sich der VfL Osnabrück in die obere Tabellenhälfte vorgearbeitet. Gegen die SpVgg Greuther Fürth gewann der Aufsteiger mit 3:0 und ist nun Tabellenneunter. Die Franken konnten dagegen nicht an die gute Leistung beim 2:0 gegen Eintracht Braunschweig vor einer Woche anknüpfen und müssen sich erst einmal wieder nach unten orientieren.
Vor 15.741 Zuschauern im ausverkauften Stadion an der Bremer Brücke erzielten Daniel Kofi Kyereh (37. Minute), Robin Meißner (39.) und Ismail Badjie (75.) die Treffer für die Lila-Weißen. Am Ende hätten die Niedersachsen auch noch deutlicher gewinnen können.
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