„In der Geschichte unseres Klubs noch nicht vorgefallen“ – Verein verurteilt Angriff auf Gästebus
Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Christian Pegel und Basketball-Bundesligist Rostock Seawolves haben den Angriff auf einen Gästebus nach dem Eurocup-Spiel gegen Aris Thessaloniki verurteilt. „Die Berichte über den mutmaßlichen Übergriff auf einen Bus im Nachgang eines Basketballspiels unter Beteiligung von Rostocker Fans sind besorgniserregend“, teilte Pegel in einer Stellungnahme mit. „Gewalt und Bedrohungen haben im Sport und in unserer Gesellschaft keinen Platz.“
Die Seawolves hatten schon zuvor auf ihrer Homepage geschrieben: „Wir sind erschrocken und tief betroffen über den Angriff auf den Bus mit den Gästefans von Aris Thessaloniki.“
Wenn der Sport nebensächlich wird: Robin Amaize (M.) von den Rostock SeawolvesFür die Deutschen war es die dritte Niederlage im vierten Spiel der Gruppenphase. Bester Werfer aufseiten der Mecklenburger war Todd Withers mit 22 Punkten. Ganz anders die Griechen: Schon seine bisherigen drei Partien hatte Aris mit mindestens 13 Punkten Vorsprung gewonnen. Und auch vor 4.620 Zuschauern in der ausverkauften Stadthalle wurden die Gäste um die erfahrenen NBA-erfahrenen US-Amerikaner Jeremiah Robinson-Earl, E.J. Liddell und Khem Birch ihrer Favoritenrolle bereits im ersten Viertel vollauf gerecht.
Alle Personen blieben unverletzt
Nach dem Europacup-Spiel der Rostocker gegen den Titelfavoriten aus Griechenland war es dann zu dem Zwischenfall gekommen. Auf der Rückreise wurde nach Angaben der Polizei ein fahrender Bus mit etwa 70 Gästefans auf der Autobahn bei Rostock von Unbekannten attackiert.
Der Bus sei beschädigt worden, Personen blieben unverletzt. Die Polizei leitete Ermittlungen unter anderem wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr ein.
Dass Menschen nach einem Basketballspiel auf ihrem Heimweg mit Pyrotechnik attackiert werden, sei absolut inakzeptabel und habe mit dem Sport und den Werten, für die der Verein stehe, nichts zu tun, schrieben die Seawolves. „In der Geschichte unseres Klubs ist so etwas noch nicht vorgefallen.“ Der Verein werde die Polizei bei der Ermittlungsarbeit unterstützen. „Für uns steht fest: Gewalt gegen Gästefans ist durch nichts zu rechtfertigen.“
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