Überraschender Rücktritt – Markus Krösche verlässt Eintracht Frankfurt
Sportvorstand Markus Krösche und Eintracht Frankfurt gehen künftig getrennte Wege. Der Aufsichtsrat habe dem Wunsch Krösches nach sofortiger Freistellung entsprochen, teilte der Fußball-Bundesligist mit.
Der 46-Jährige, der über Jahre als Architekt des Frankfurter Erfolgswegs galt, hatte noch ein bis zum 30. Juni 2028 laufendes Arbeitspapier, doch in den vergangenen Monaten hatte es immer wieder Gerüchte um einen Abgang Krösches gegeben.
Eintracht Frankfurts Präsident Mathias Beck würdigte Krösches Anteil an der erfolgreichen Entwicklung des Klubs: „Der Gewinn der Europa League, die Teilnahmen an der Champions League und die Weiterentwicklung unserer Mannschaft stehen beispielhaft für diese außergewöhnliche Zeit.“
Krösche möchte eine neue Aufgabe
In einer persönlichen Erklärung äußerte sich Krösche zu den Gründen. „In den vergangenen Monaten habe ich mich intensiv mit meiner persönlichen Situation und meiner beruflichen Zukunft beschäftigt“, schrieb er. Nach mehr als fünf Jahren in Frankfurt habe er das Gefühl entwickelt, „dass ich eine Veränderung brauche – und der Eintracht womöglich ein neuer Impuls auch helfen könnte“.
Krösche räumt ein, dass ihm für die anspruchsvolle Aufgabe zuletzt womöglich die nötige Durchschlagskraft gefehlt habe. „Mein eigener Anspruch ist es, eine solche Verantwortung jederzeit mit voller Überzeugung auszufüllen“, erklärte er. Nach einer verkorksten Bundesliga-Saison und dem Trainerwechsel von Albert Riera zu Adi Hütter wird die Eintracht nun auch in der sportlichen Leitung einen Neuanfang hinlegen. Noch im Juni war Krösche mit der AC Mailand in Verbindung gebracht worden
Die Aufgaben von Krösche bei den Hessen übernimmt kommissarisch vorerst Axel Hellmann, der zudem vom Vorstandssprecher zum Vorstandsvorsitzenden Eintracht Frankfurts aufsteigt. Die langfristige Besetzung des Sportressorts werde in den nächsten Wochen entschieden, teilte der Klub weiter mit.
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