„Sie schätzen Cristiano nicht“, beschwert sich Ronaldos Mutter
Der Eklat um Cristiano Ronaldo wirkt nach. Der Superstar hatte in der vergangenen Woche die portugiesische Nationalmannschaft verlassen, weil Trainer Jorge Jesus es gewagt hatte, Ronaldo beim Spiel gegen Norwegen 90 Minuten auf der Bank sitzen zu lassen. Der 41-Jährige dampfte daraufhin wütend mit einem Privatjet ab.
„Ich beschloss, das Trainingslager zu verlassen, ohne auf einen weiteren Wortbruch zu warten. Für mich ist die Wahrheit nach wie vor das Wichtigste in der Beziehung zwischen Menschen“, schrieb Ronaldo und warf Jesus einen Vertrauensbruch vor: „Ich hatte das Gefühl, dass mein Verbleib von diesem Moment an der Mannschaft nur geschadet hätte, und ich tat das, was ich immer gesagt hatte: Wenn ich mich nicht mehr als nützlich empfinde, packe ich meine Sachen und gehe.“
Gerade als ein bisschen Ruhe in der Causa „Ronaldo Jesus“ eingekehrt war, meldete sich Ronaldos Mutter Dolores Aveiro zu Wort. Die 71-Jährige stärkte ihrem Sohn in der portugiesischen Zeitschrift „TV 7 Dias“ den Rücken, ließ aber auch ungewohnte Kritik durchblitzen.
„DA7“ – Cristiano Ronaldos Mutter Dolores Aveiro„Ich habe ihm meine ganze Unterstützung gegeben, es hat nichts gebracht. Aber das macht nichts. Er hat Portugal so viel gegeben, deshalb ist er immer da. Er war schon immer der Held Portugals“, sagte Aveiro, die dann im selben Atemzug wie schon so häufig den in ihren Augen ungerechten Umgang mit ihrem Sohn kritisierte: „Sie würdigen ihn nicht so, wie sie es sollten. Sie schätzen Cristiano nicht. Das ist eben der Portugiese, den wir haben.“
„Ich habe ein bisschen geweint“, sagt Ronaldos Mutter
Die Mutter des portugiesischen Rekordnationalspielers und Volkshelden habe emotional auf den Abgang von der Nationalmannschaft reagiert: „Ich habe ein bisschen geweint. Das tut auch gut, um etwas loszulassen. Wir müssen das jetzt überwinden. Ich bin traurig, das ist normal. Es war ein Schock. Mein Sohn hätte durch die große Tür gehen können, und so ist er durch die kleine Tür gegangen. Aber das macht nichts, Gott wird sich darum kümmern.“
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