Mehr als zehn Millionen Menschen haben den ersten Sieg der deutschen Fußball-Nationalmannschaft unter dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp gesehen. Laut AGF Videoforschung hatten im Schnitt 10,788 Millionen Interessierte die ZDF-Übertragung aus München vom 2:0 des DFB-Teams gegen Serbien in der Nations League verfolgt. Der Marktanteil lag bei 47,3 Prozent.

Damit lag das Interesse in etwa auf dem Niveau der ersten beiden Spiele unter Klopp gegen die Niederlande (RTL) am Donnerstag vergangener Woche und gegen Griechenland (ARD) am vergangenen Sonntag. Auch RTL und die ARD hatten bei ihren Übertragungen die Zehn-Millionen-Marke übertroffen. RTL wird am Sonntag (20.45 Uhr) das Rückspiel der deutschen Mannschaft gegen Griechenland in Thessaloniki zeigen.

Die runderneuerte Nationalmannschaft hat Jürgen Klopp den ersehnten ersten Sieg als Bundestrainer beschert. Deutschland gewann mit einem überzeugenden Spiel 2:0 gegen Serbien in der Nations League.

Klopp hat mit Griechenland noch eine Fußball-Rechnung offen. Das 0:1 von Augsburg schmerzt den Bundestrainer weiterhin. Nach dem souveränen Erfolg gegen Serbien bietet sich aber die Möglichkeit zur schnellen Revanche. Die sollte der 59-Jährige mit der Nationalmannschaft beim Rückspiel in Thessaloniki (im Sport-Ticker der WELT) unbedingt nutzen. Sonst könnte es eng werden mit dem Einzug ins Viertelfinale der Nations League.

WM-Regel gilt auch in der Nations League

Der Grund hierfür liegt in den Regularien des Uefa-Wettbewerbs. Wie bei der WM zählt der direkte Vergleich bei Punktgleichheit mehr als die Tordifferenz.

Das bedeutet:

  • Verliert Deutschland erneut gegen die Griechen, ist Platz eins in der Gruppe 2 der Liga A schon weg. Das DFB-Team könnte dann mit weiterhin 4 Punkten den Tabellenführer mit dann zehn Zählern nicht mehr überholen. Auch bei einem weiterhin möglichen Dreiervergleich mit den Niederlanden wäre Deutschland in jedem Fall schlechter als Griechenland. Es käme zu einem Zweikampf mit Oranje um das zweite Viertelfinalticket, womöglich im Gruppenfinale am 16. November in Berlin. Momentan liegt Holland einen Punkt vor Deutschland.
  • Spielt Deutschland unentschieden in Griechenland, bleibt es bei den aktuell drei Punkten Rückstand auf den Tabellenführer. Der könnte in den Spielen in Serbien (13. November) und gegen Holland noch aufgeholt werden. Aber auch dann gilt: Bei Punktgleichheit wäre Hellas in einem Zweiervergleich vor der DFB-Elf. Klopp würde unter großem Druck in die letzten Partien gehen. Und als Tabellendritter drohen Abstiegsspiele in Richtung B-Liga.
  • Gewinnt Deutschland in Thessaloniki, hat Klopp wieder alles in der eigenen Hand. Bei einem Sieg mit einem Treffer Vorsprung käme es bei Punktgleichheit am Ende auf die Tordifferenz an. Jeder Sieg mit mindestens zwei Toren Vorsprung brächte das DFB-Ensemble im Direktvergleich nach vorn. Das heißt: Mit zwei weiteren Siegen zum Abschluss der Gruppenphase im November wäre man in jedem Fall sogar Gruppensieger.

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