Natürlich war es das Spiel des Jahres für den WM-Dritten England gegen Weltmeister Spanien. Doch Englands Teamchef Thomas Tuchel musste mitansehen, wie sein Team denkbar schlecht in die Partie startete. Innenverteidiger Marc Guéhi verlor den Ball in letzter Linie an Barcelonas Yamal, der vorbei an Keeper James Trafford zur frühen spanischen Führung einschob (2.). Auch im Anschluss blieb die Defensive der Three Lions eher löchrich. Glück für England, dass WM-Finalheld Ferran Torres gleich zweimal die Chance vergab, die Führung auszubauen.

England blieb über weite Strecken der ersten Hälfte blass. Umso überraschender der Ausgleich: Nico Williams verlor den Ball am gegnerischen Sechzehner, und Spanien-Legionär Anthony Gordon nutzt den blitzsauber ausgespielten Konter zum 1:1 (38.). Nur zwei Minuten später war es Bayern-Stürmer Harry Kane, der per Kopf und mit Hilfe des Oberschenkels von Marc Cucurella den Spielverlauf völlig auf den Kopf stellte und Englands 2:1-Führung markierte.

Kurz nach dem Seitenwechsel hatte Tuchels Elf sogar die Chance, nach einem Foul an Jude Bellingham nachzulegen. Doch Kane rutschte beim Strafstoß weg und setzte den Ball an die Latte. So waren es die Spanier, die auf der Gegenseite einen erneuten Fehler in der englischen Hintermannschaft ausnutzten und durch den eingewechselten Alex Baena das 2:2 markierten (60.). Keine Viertelstunde später: Nach einer weltmeisterlichen Kombination lupfte Mikel Oyarzabal den Ball über Trafford hinweg zur erneuten spanischen Führung ins Netz (74.). Diesmal ließ der Weltmeister nichts anbrennen und brachte den Sieg über die Zeit.

Modric führt Kroatien zum Sieg, Schweiz souverän

Angeführt von Kapitän Luka Modric gewann Kroatien im Parallelspiel der Nations-League-Gruppe mit 2:1 (0:0) in Tschechien. Der 41-Jährige erzielte kurz nach Wiederanpfiff mit einem leicht abgefälschten Schuss das 1:0.

Auch ohne die wegen eins gefälschten Corona-Impfpasses fehlenden Granit Xhaka und Breel Embolo zeigte die Schweiz eine überzeugende Leistung und gewann in Nordmazedonien mit 3:0 (2:0). Den Grundstein legte der WM-Viertelfinalteilnehmer durch Remo Freuler (22.) und den auffälligen Zeki Amdouni (41.). Amdouni war es auch, der in der 74. Minute für die Entscheidung sorgte.

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