Heynckes’ rechte Hand beim Triple – Trauer um Peter Hermann
Der langjährige Co-Trainer Peter Hermann ist tot. Er starb am Samstag im Alter von 74 Jahren, wie Fußball-Bundesligist Bayer Leverkusen mit Verweis auf die Familie mitteilte.
„Er war der Co-Trainer schlechthin in Deutschland. Renommierter und geschätzter in der Branche als manch ein Chefcoach“, schrieb Bayer Leverkusen über den 1952 in Kleinmaischeid (Rheinland-Pfalz) geborenen Hermann, der als Spieler Hermann zwischen 1973 und 1984 120 Bundesligaspiele absolvierte, zwei für den Hamburger SV, 118 für Leverkusen. Nach der Karriere wurde er Trainer.
Für den Werksklub hatte er als Interimscoach und Co-Trainer des Profiteams gearbeitet, aber auch die zweite Bayer-Mannschaft trainiert und als Scout fungiert. Zu den Stationen Hermanns zählte aber auch der deutsche Rekordmeister FC Bayern.
„Der FC Bayern trauert um Peter Hermann, der im Alter von 74 Jahren den langen Kampf mit der Nervenkrankheit ALS verloren hat“, schrieben die Münchner bei X und erinnerten an den großen Triumph vor gut 13 Jahren: „Hermann war beim historischen ersten Triple-Sieg der Vereinsgeschichte 2013 als rechte Hand von Chefcoach Jupp Heynckes ein unverzichtbarer Teil im Trainerteam …“ Heynckes sagte einmal über seinen Wegbegleiter: „Peter Hermann ist der beste Co-Trainer, den ich je hatte.“
Hermann arbeitete auch für Schalke und den BVB
ALS (Amyotrophe Lateralsklerose) ist eine seltene, unheilbare Erkrankung des Nervensystems, bei der nach und nach die Nervenzellen absterben, die für die Steuerung der Muskulatur verantwortlich sind.
Hermann arbeitete als Co-Trainer unter anderem beim FC Schalke 04, dem Hamburger SV, zuletzt bei Borussia Dortmund sowie bei Junioren-Teams des Deutschen Fußball-Bundes.
Fast drei Jahrzehnte aber gestaltete Hermann den Fußball in Leverkusen mit. „Die gesamte Bayer 04-Familie ist tieftraurig über den Verlust eines hochgeschätzten Menschen, der den Fußball in Leverkusen über viele Jahrzehnte mitgeprägt hat“, schrieb der Werksclub: „Peter bleibt unvergessen.“
Auch Dortmunds Trainer Niko Kovac reagierte auf die Nachricht „tief traurig. Er war ein toller Mensch, er hat uns verlassen und Gott sei ihm seiner Seele gnädig“, sagte Kovac bei Sky. Zu seiner Zeit als Bayern-Coach war Hermann dort auch sein Assistent.
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