Dieses Outfit sorgt selbst in der innovationsfreudigen Leichtathletik für Aufmerksamkeit: Die britische Mittelstreckenläuferin Keely Hodgkinson zählt seit Jahren zur Weltspitze über 800 Meter. Die Olympiasiegerin und Europameisterin von 2024 hat nun mit einer ungewöhnlichen Premiere für Gesprächsstoff gesorgt.

Beim Athlos-Meeting in London gewann die 24-Jährige zum Abschluss ihrer Saison souverän den 800-Meter-Lauf. Im Mittelpunkt stand jedoch nicht nur ihr Erfolg, sondern auch die erstmals präsentierte Wettkampfkleidung: ein rückenfreier Ganzkörperanzug mit Kapuze, entwickelt in Zusammenarbeit mit Nike. Hodgkinson sagte: „Ich wollte mich wohlfühlen, aber auch ein bisschen sexy. Ehrlich gesagt fühlt es sich an, als würde ich nichts tragen.“

Der Anzug in voller Pracht

Der aerodynamische Anzug weckte bei vielen Leichtathletik-Fans Erinnerungen an die Olympischen Spiele 2000 in Sydney. Damals gewann die australische 400-Meter-Läuferin Cathy Freeman vor heimischem Publikum Gold in einem markanten grün-weißen Ganzkörperanzug, der bis heute zu den ikonischsten Outfits der Sportgeschichte zählt.

Dass Hodgkinson ihre Premiere ausgerechnet während der London Fashion Week feierte, verlieh dem Auftritt zusätzliche Symbolkraft. Im Ziel sagte sie vor begeisterten Zuschauern: „Ich weiß, der ist ziemlich krass. Daran habe ich schon lange gemeinsam mit Nike gearbeitet. Das war der richtige Ort, um ihn zu präsentieren. Geschwindigkeit trifft auf Stil.“

„Mischung aus Mode, Geschwindigkeit und Wissenschaft“

Gegenüber BBC Sport erklärte Hodgkinson zudem: „Die Entwicklung hat fast ein Jahr gedauert. Es ist eine Mischung aus Mode, Geschwindigkeit und Wissenschaft, die hier zusammenkommt – vielleicht ein Vorgeschmack auf die Zukunft der Leichtathletik. Es war eine echte Ehre, dass sie mich ausgewählt haben, um den Anzug als Erste zu zeigen.“

Cathy Freeman in ihrem Ganzkörperanzug

Sportlich setzte die Britin damit einen perfekten Schlusspunkt unter eine Saison, die von Rückschlägen geprägt war. In den vergangenen Monaten hatte Hodgkinson wiederholt mit Verletzungs- und Krankheitsproblemen zu kämpfen. Erst in dieser Woche machte sie öffentlich, dass ein MRT eine „Anomalie“ in ihrem Oberschenkel gezeigt habe. „Mein Körper ist buchstäblich anders aufgebaut“, sagte die Läuferin: „Wo die meisten Menschen eine Sehne haben, ist meine geteilt – ich habe zwei –, und wir versuchen herauszufinden, ob das eine Stärke oder eine Schwäche ist.“

Nach aktuellem Kenntnisstand kann die Britin trotz des diagnostizierten Sehnenrisses weiterhin trainieren und Wettkämpfe bestreiten. Die anatomische Besonderheit könnte sie allerdings anfälliger für Verletzungen machen. Genauere Erkenntnisse erhoffen sich Hodgkinson und ihr medizinisches Team von weiteren Untersuchungen.

Haftungsausschluss: Das Urheberrecht dieses Artikels liegt bei seinem ursprünglichen Autor. Der Zweck dieses Artikels besteht in der erneuten Veröffentlichung zu ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Sollten dennoch Verstöße vorliegen, nehmen Sie bitte umgehend Kontakt mit uns auf. Korrektur Oder wir werden Maßnahmen zur Löschung ergreifen. Danke