Auf dem Spielfeld schoss Klaas-Jan Huntelaar enorm viele Tore. Jetzt spricht der frühere Stürmer des FC Schalke 04 offen über eine der schwersten Phasen seines Lebens.

Nach seinem Karriereende im Fußballgeschäft rutschte Huntelaar in einen Burnout. Die Folgen waren so gravierend, dass der heute 43-Jährige seine Arbeit bei Ajax Amsterdam aufgeben musste. Jetzt schildert der einstige Nationalspieler der Niederlande in einem Interview erschütternde Details.

Von März 2022 an arbeitete Huntelaar in der sportlichen Führung von Ajax. Doch die neue Rolle forderte ihren Tribut. Während sein Leben als Profi von Training, Spielen und klaren Abläufen geprägt war, änderte sich im Büro plötzlich alles.

Huntelaar sagte im Gespräch mit „Sportnieuws.nl“: „Irgendwann wurde es wirklich arbeitsintensiv, obwohl man eigentlich viel lieber draußen sein wollte.“ Besonders die ständige Erreichbarkeit setzte ihm zu: „Mein Telefon stand nicht still. Das kannte ich aus meiner Zeit als Fußballer überhaupt nicht.“

„Ich war komplett weg vom Fenster“

Wie ernst die Situation für ihn war, macht Huntelaar so deutlich: „Ich war plötzlich komplett weg vom Fenster. Ich konnte mich nur noch auf eine Sache konzentrieren und habe alles andere um mich herum nicht mehr wahrgenommen. Eigentlich war ich einfach völlig ausgeknockt.“

Weiter berichtet Huntelaar, dass er zeitweise selbst einfachen Sport nicht mehr ausüben konnte. „Am Anfang konnte ich überhaupt nichts mehr, nicht einmal Padel spielen.“

Inzwischen geht es für den früheren Schalke-Fanliebling langsam wieder bergauf. Nach eigenen Angaben kämpft er sich Schritt für Schritt in den Alltag zurück. Einmal pro Woche spielt er Padel, dazu kommen CrossFit-Einheiten, Personaltraining und sogar wieder Fußball.

Trotz der Fortschritte mahnt er sich selbst zur Vorsicht. Huntelaar: „Ich will mich nicht zu sehr pushen. Sonst kommt wieder dieses Leistungssport-Gefühl hoch und man will der Beste sein. Dann stehe ich mir selbst wieder im Weg.“

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