Schni Schna Schnappi – Rudern im Krokodilfluss kann nur der Anfang sein
Das olympische Motto muss spätestens in sechs Jahren neu geschrieben werden. „Dabei sein ist alles“, wird 2032 in Brisbane die Dimensionen der Wettkämpfe nicht einmal annähernd erfassen. „Überleben ist alles“, sollte es heißen. Besonders für die Ruderer und Kanuten, die ihre Wettkämpfe auf dem Fitzroy River bei Rockhampton austragen werden.
Die Athleten werden dann nicht nur gegeneinander, sondern auch gegen Krokodile antreten müssen. Der Fitzroy River ist Lebensraum zahlreicher Salzwasserkrokodile, für die das aktuelle olympische Motto auch noch 2032 gelten wird.
Die Behörden haben grünes Licht für den Krokodilfluss als olympische Wettkampfstätte gegeben. Wie die Sportler vor den beißfreudigen Reptilien geschützt werden sollen, ist noch unklar. Die einzige Idee der Behörden: Krokodile mit gefährlichem Verhalten sollen vor den Wettkämpfen gezielt entfernt werden.
„Jetzt ist es an der Zeit, mit der Planung der Infrastruktur zu beginnen und die notwendigen Arbeiten auf den Weg zu bringen“, sagte Rockhamptons Bürgermeister Tony Williams. Dies muss auch für alle anderen Arenen gelten. Denn das Rudern auf dem Krokodilfluss kann nur der Anfang sein. Die Organisatoren der Spiele arbeiten wohl schon mit Hochdruck an weiteren naturnahen Wettkampfstätten, damit sie spektakuläre Bilder in die Welt schicken können.
Der Inlandtaipan: Die weltweit giftigste Schlange könnte die Spannung beim Marathon auf eine ganz neue Ebene hievenSo ist wohl geplant, den 100-Meter-Lauf erstmals nicht im Olympiastadion auf der Bahn zu starten. Die Sprinter sollen im Outback nach Medaillen jagen. Gejagt werden sie dabei von australischen Wildhunden – es werden Zeiten deutlich unter neun Sekunden erwartet.
Das Freiwasserschwimmen über 20 Kilometer im Hai-Revier „Neptune Islands“ verspricht, zum Sprintrennen zu werden, und auch der Marathon in der Wüstenregion Queensland, in der der Inlandtaipan und die Tigerotter umherkriechen, wird mit Sicherheit beeindruckendere Bilder als der ungefährliche Lauf 2024 durch Paris liefern.
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