Vor zwei Jahren fuhr er Lebensmittel aus, jetzt ist er finanziell sorgenfrei
Vor wenigen Jahren lieferte Joe Dean mit einem Lastwagen noch Lebensmittel aus, um seine Golfkarriere zu finanzieren. Jetzt hat der Engländer eines der traditionsreichsten Turniere Europas gewonnen. Bei den British Masters in Sutton Coldfield spielte er sich mit einer fehlerfreien 63er-Runde vom Verfolger zum Sieger und setzte sich mit drei Schlägen Vorsprung durch.
Er war mit sieben Schlägen Rückstand in den Schlusstag gestartet und begann dann eine große Aufholjagd mit neun Birdies und keinem Schlagverlust – die zweitbeste Runde des Tages war eine 66 und damit drei Schläge schlechter als die von Dean. Er sagte: „Heute war einer dieser seltenen Tage, an denen sich einfach alles richtig angefühlt hat. Es war fast so, als könnte ich nichts falsch machen.“
Der 32-Jährige hatte während der Corona-Pandemie einen Job als Lebensmittellieferant angenommen und arbeitete bis 2024 vier Jahre lang nebenbei, weil ihm die Tourkarte und damit die Einnahmen fehlten. 2023 nahm er laut „Golf Digest“ an keinem Turnier teil, für das es Weltranglistenpunkte gab.
Emotionale Worte an die Ehefrau
Am Ende jenes Jahres aber platzte der Knoten: Dean qualifizierte sich über die Q-School für die DP World Tour, wo er zuletzt mit konstanten Top-Ergebnissen auf sich aufmerksam machte. Nun folgte der erste große Sieg, für den er gut 510.000 Euro Preisgeld erhielt, insgesamt hat er auf der Tour mittlerweile 2,4 Millionen erspielt. Finanzielle Sorgen hat Dean, der nun auf Rang 149 der Weltrangliste geführt wird, nicht mehr.
Joe und Emily Dean„All die schmerzhaften Stunden und die ganze Arbeit haben endlich zu etwas geführt“, sagte er am Ende des Tages, an dem es zu emotionalen Szenen kam. Als Caddie wurde Dean von seiner Ehefrau Emily begleitet, die er erst vor fünf Wochen geheiratet hatte. Er sagte: „Ich kann Emily gar nicht genug danken für alles, was sie mit mir durchgestanden hat. Ich hoffe, ich habe sie stolz gemacht. Ehrlich gesagt fehlen mir die Worte.“
Auch aus deutscher Sicht gab es in Schottland ein erfreuliches Ergebnis. Thomas Rosenmüller kam auf einen starken sechsten Platz und machte einen großen Schritt in Richtung Tourkarte für die kommende Saison.
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