„Sie wollte mich vom Flug werfen“ – Tennis-Star erhebt Vorwürfe gegen Stewardess
Tennisspielerin Anastasia Potapova bekommt die Anreise zu den US Open nach New York nicht aus dem Kopf. Die Österreicherin hatte bei Instagram öffentlich gemacht, wie ihr eine Stewardess auf dem Flug der United Airlines von Houston zugesetzt hatte. „Das ist das erste Mal, dass ich so ein Maß an Respektlosigkeit, Unhöflichkeit und, in gewisser Weise, Diskriminierung erfahren habe“, schrieb die Nummer 25 der Welt.
Vor ihrem Auftaktmatch am Dienstag gegen die Tschechin Tereza Valentova (19) sagt sie zu WELT: „Es geht hier nicht um mich persönlich. Wäre sie nur zu mir unhöflich gewesen, hätte ich das vielleicht einfach geschluckt und auf sich beruhen lassen. Aber wenn es um meine Hündin geht, kann ich da nicht einfach gelassen bleiben.“
Anastasia Potapova ist bei den US Open die Nummer 24 der SetzlisteSie sagt, dass sie nicht allein mit diesem Problem sei. „Ich habe wirklich hunderte Nachrichten bekommen, in denen Leute bestätigen: ‚Oh ja, bei dieser Frau gab es Ärger, sie war extrem unhöflich.‘ Und zwar auf eine Weise, die sogar rassistisch war. Für mich ist das einfach inakzeptabel, wenn sich Flugbegleiter so verhalten.“ Mit der Airline ist sie im Gespräch, ein Ergebnis gibt es noch nicht. Potapovas Forderung: „Wer mit dem Umgang mit Menschen im Job nicht klarkommt, sollte dort nicht arbeiten. Das ist meine Meinung.“
„Ich hatte noch nie solche Probleme“
Die Probleme zwischen Spielerin und Stewardess begannen schon beim Einsteigen. „Es war einfach so, dass sie mich von der ersten Sekunde an nicht mochte und mich grundlos auf eine schwarze Liste setzen wollte. Ich weiß gar nicht, was der eigentliche Grund war.“
Der war wohl ihre Hündin, ein Zwergpudel. „Sie sei angeblich zu groß, dabei wiegt sie nur vier Kilo, wie jeder sehen konnte“, sagte Potapova: „Wegen meiner Hündin wollte sie mich vom Flug ausschließen. Dazu hatte sie aber gar kein Recht, denn ich erkundige mich immer vorher bei der Fluggesellschaft und ich hatte noch nie solche Probleme. Zudem ist meine Hündin ein offizieller Assistenzhund. Sie hatte also schlicht kein Recht, solche Dinge zu sagen.“
Potapova über die Gründe, warum sie mit dem Tier reist: „Es ist jedes Mal ein wunderbares Gefühl, sie bei mir zu haben. Man fühlt sich überall wie zu Hause. Wenn ein Hund dabei ist, herrscht eine ganz andere Atmosphäre. Jedes Mal, wenn man ins Zimmer oder nach Hause kommt, ist das einfach ein kleines Stück Glück.“
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