Zeidler rudert erneut zu WM-Gold
Oliver Zeidler hat seine beeindruckende Erfolgsserie fortgesetzt und bei den Weltmeisterschaften in Amsterdam seinen vierten WM-Titel im Männer-Einer gewonnen. Der Olympiasieger von Paris dominierte das Finale auf der Bosbaan und fuhr in 6:35,22 Minuten souverän vor dem unter neutraler Flagge startenden Belarussen Yauheni Zalaty (+ 3,11 Sekunden) und dem Norweger Jonas Slettemark Juel (+ 8,81 Sekunden) ins Ziel.
Der 30-Jährige bleibt damit in dieser Saison ungeschlagen und jubelt nach 2019, 2022 und 2023 erneut bei einer WM über Gold. Im Vorjahr hatte er bei der WM in Shanghai trotz deutlich reduzierten Trainingsaufwands wegen seines Studiums Silber gewonnen. Der griechische Titelverteidiger Stefanos Ntouskos hatte das Finale verpasst.
Vor knapp vier Wochen hatte sich Zeidler im italienischen Varese seinen vierten EM-Titel in EM-Rekordzeit von 6:36,39 Minuten gesichert. Perspektivisch will der Deutsche über die 2000 Meter auch die Weltbestzeit von 6:30,74 Minuten angreifen, die der Neuseeländer Robbie Manson 2017 aufstellte.
Deutschland-Achter geht leer aus
Der Deutschland-Achter der Männer hat hingegen die erste WM-Medaille seit 2019 knapp verpasst. Das einstige Flaggschiff des Deutschen Ruderverbands (DRV) landete auf Platz 4. Das Großboot um Schlagmann Frederik Breuer lag auf den ersten 500 Metern noch in der Spitzengruppe, musste im weiteren Rennverlauf jedoch abreißen lassen.
Gold ging in einem packenden Foto-Finish und unter großem Jubel in Weltbestzeit von 5:17,57 Minuten an Gastgeber und Titelverteidiger Niederlande vor Olympiasieger Großbritannien und Australien. Damit unterboten die Niederländer die 2017 vom Deutschland-Achter aufgestellte Bestzeit. Das deutsche Boot lag nach 2.000 Metern in 5:20,71 Minuten nur knapp 2,5 Sekunden hinter den Medaillenrängen.
Innerhalb von weniger als 24 Stunden ruderte die Männer-Crew drei Rennen. Wegen des großen Starterfelds waren am Sonntagmorgen erstmals seit 2011 wieder Halbfinals ausgefahren worden. Am Samstag hatte sich der da noch krankheitsbedingt mit zwei Ersatzruderern besetzte Deutschland-Achter im Vorlauf dafür qualifiziert, der aufgrund unfairer Windbedingungen als Einzelzeitfahren ausgetragen worden war. Im Halbfinale brachte Platz drei dann das Finalticket.
Vor knapp vier Wochen hatte der Deutschland-Achter mit EM-Silber im italienischen Varese für ein Erfolgserlebnis gesorgt. Bei der WM im Vorjahr in Shanghai hatte die Crew enttäuschend das A-Finale verpasst. Der im vergangenen Jahr noch überraschend auf WM‑Platz 4 geruderte deutsche Frauen-Achter musste sich mit mehreren Doppelstarterinnen besetzt diesmal mit dem B-Finale begnügen und beendete die WM auf Platz neun.
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