Der frühere Weltmeister im Snooker, Graeme Dott, ist von einem Gericht in Schottland wegen sexuellen Missbrauchs zweier Minderjähriger schuldig gesprochen worden. Die Vorfälle sollen sich zwischen 1993 und 2010 ereignet haben, wie die britische Nachrichtenagentur PA aus dem Gerichtssaal berichtete. Demnach sollen beide Opfer zur Tatzeit noch im Grundschulalter gewesen sein.

Eines der Opfer, eine inzwischen über 40 Jahre alte Frau, soll sich bereits 2001 an die Polizei gewandt haben. Warum es so lange gedauert hat, bis es zu einer Verurteilung kam, war zunächst nicht klar. Sie berichtete dem Gericht, dass Dott sie als Kind bei verschiedenen Gelegenheiten sexuell missbraucht habe. Sie sagte, der Missbrauch habe damit begonnen, dass Dott ihr über der Kleidung den Po „gestreichelt“ habe, während er sie auf dem Rücken trug.

Dott auf dem Weg zum obersten Gerichtshof in Glasgow

Ein zweites, männliches Opfer, soll erst später Anzeige erstattet haben. Der inzwischen 49 Jahre alte Dott krönte sich 2006 zum Snooker-Weltmeister.

„Dott ist ein gefährliches Individium“

„Dott ist ein gefährliches Individuum und ich hoffe, dass sein Schuldspruch denen etwas Trost verschafft, die von seinen Taten betroffen waren“, sagte Ermittler Detective Inspector Gary Smillie PA zufolge nach dem Gerichtsentscheid. Das Strafmaß wird, wie in Großbritannien üblich, erst zu einem späteren Zeitpunkt verkündet.

Das zweite Opfer, ein Mann, der mittlerweile Ende 20 ist, sagte laut „The Guardian“ aus, dass er sei mehrfach von Dott sexuell missbraucht worden sei, wobei der Snooker-Spieler ihn unsittlich berührt, geküsst und sexuelle Handlungen an ihm vorgenommen habe. Er berichtete dem Gericht, dass ein Großteil des Missbrauchs stattfand, während er unter der Dusche stand, wenn Dott entweder teilweise oder vollständig entkleidet hereinkam. Der Mann sagte, dass er aufgrund seines damaligen Alters „nicht wusste, was vor sich ging“, und erst später erkannte, dass diese Interaktion „nicht in Ordnung war“.

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