Formel-1-Chef kündigt weitere Sprintrennen an
Formel-1-Geschäftsführer Stefano Domenicali kündigte an, dass die Zahl der Sprintrennen in der Saison 2027 steigen soll. Bislang umfasst der Rennkalender sechs Sprint-Wochenenden. Welche Grands Prix künftig hinzukommen, ist noch offen. Als Grund für den Ausbau des Sprint-Formats verwies Domenicali auf das gestiegene Zuschauerinteresse an den entsprechenden Rennwochenenden.
„Wir gehen davon aus, die Anzahl der Sprints im nächsten Jahr zu erhöhen, und werden in Kürze weitere Einzelheiten bekannt geben“, sagte Domenicali in einer Telefonkonferenz mit Finanzanalysten. Domenicali verwies zudem auf den Erfolg der neuen Medienpartnerschaft mit Apple in den USA. Ohne konkrete Zuschauerzahlen zu nennen, sprach er von einem Plus von 13 Prozent bei Reichweite und Sehdauer.
Die Sprint-Wochenenden unterscheiden sich vom klassischen Ablauf eines Grand Prix. Statt einer zweiten freien Trainingseinheit steht bereits am Freitag das Sprint-Qualifying auf dem Programm. Das eigentliche Sprintrennen wird am Samstag ausgetragen und bringt WM-Punkte ein, bevor am Sonntag wie gewohnt der Grand Prix folgt.
Formel-1-Legende Flavio Briatore geht noch weiter
Der Berater des Alpine-Teams sprach sich für einen Sprintwettbewerb an jedem Rennwochenende aus. „Ich würde das bei jedem Rennen machen. Wir müssen den Zuschauern etwas mehr bieten. Denn wir tun nichts für die Zuschauer“, sagte Flavio Briatore dem Portal the-race.com.
Zur Begründung verwies der Italiener auf das derzeitige Format. An Freitagen passiere abgesehen vom Training wenig, auch der Samstag biete nach dem Qualifying kaum Unterhaltung. „Beim Sprintrennen gibt es immerhin zwei Rennen, zwei Starts, und der Fahrer fährt um etwas. Er fährt nicht nur um der Technik willen. Und meiner Meinung nach brauchen wir das Sprintrennen. Für mich sind es 24 Rennen, 24 Sprintrennen.“
Was wohl auch dem Umsatz guttun würde. Die wirtschaftlichen Zahlen fallen nämlich aktuell schwächer aus als in der Vergangenheit. Formel-1-Eigentümer Liberty Media verbuchte im zweiten Quartal 2026 einen Umsatz von 764 Millionen US-Dollar – 38 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.
Hintergrund ist vor allem der veränderte Rennkalender. Nach der Absage der Grands Prix in Bahrain und Saudi-Arabien infolge des Nahost-Konflikts fanden im Berichtszeitraum insgesamt vier Rennen weniger statt als ein Jahr zuvor.
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