Nach dem Wirbel um die Wasserqualität in der Seine hat Isabel Gose die EM-Goldmedaille im Freiwasserschwimmen gewonnen. Die 24-Jährige sicherte sich im Knock-out-Sprint mit einem Start-Ziel-Sieg den ersten Einzel-Titel im Freiwasser. Sie verwies in Paris die Ungarin Bettina Fabian und Ginevra Taddeucci aus Italien auf die Plätze zwei und drei. Für die Athletin vom SC Magdeburg war es der erste Auftritt bei den Titelkämpfen in der französischen Hauptstadt.

Vor dem Rennen hatte es erneut Probleme mit der Sauberkeit des Wassers gegeben. Das Training am Vortag war ausgefallen, nachdem Öl oder Kraftstoff im Fluss gesichtet worden war. Bei den jüngsten Messungen wurden jedoch keine Grenzwerte überschritten. Nach einer zusätzlichen Sichtkontrolle an diesem Freitagmorgen gab es grünes Licht für die Rennen.

Gose kam dreimal ungefährdet ins Ziel

Beim Knock-out-Sprint werden schnell aufeinanderfolgende Rennen über 1500, 1000 und 500 Meter geschwommen. Nach jeder Runde scheiden Athletinnen aus. Gose siegte in ihrem Heat der ersten Runde und auch im Halbfinale.

In den Pausen hatte Bundestrainer Bernd Berkhahn ihr die jeweilige Marschrichtung vorgegeben, die jedoch immer die gleiche war: im Florian-Wellbrock-Stil von vorn schwimmen und die Konkurrenz zermürben. So kam sie letztlich dreimal ungefährdet als Erste ins Ziel.

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