Fifa-Präsident Gianni Infantino kann sich in der Krise um den gescheiterten Investorenplan weiterhin der Unterstützung aus Afrika sicher sein. Das Exekutivkomitee des afrikanischen Fußball-Dachverbandes Caf begrüßte einstimmig die Erklärung von Infantino und Mattias Grafström, dem Generalsekretär des Weltverbandes. Dies teilte die afrikanische Föderation in einer Stellungnahme mit.

„Das Exekutivkomitee bekräftigte einstimmig seine Unterstützung für Fifa-Präsident Gianni Infantino und dankte ihm für seinen jahrelangen Einsatz für den afrikanischen Fußball. Präsident Infantino, Fifa-Generalsekretär Mattias Grafström und der Fifa-Verwaltung wurde zudem für die erfolgreiche Organisation der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026 gedankt“, hieß es in dem Statement.

Die Caf stellt 54 der 211 Fifa-Mitgliedsbeiträge und damit eine äußert einflussreiche Wählergruppe. Infantino will sich im kommenden Jahr ein letztes Mal zur Wiederwahl stellen – jeder Verband hat dabei eine Stimme. Im ersten Wahlgang bräuchte Infantino eine Zwei-Drittel-Mehrheit (141 Stimmen), ab dem zweiten Wahlgang würde eine einfache Mehrheit (106 Stimmen) reichen. Der afrikanische Dachverband hatte Infantino bereits seit dessen Amtsantritt 2016 weitgehend unterstützt.

Gianni Infantino (r.) mit Caf-Präsident Patrice Motsepe

Zuvor hatte es eine Sitzung in Marokkos Hauptstadt Rabat gegeben, an der neben Infantino auch Grafström sowie weitere ranghohe Mitarbeiter der Fifa teilgenommen hatten. In einer von Infantino und Grafström unterzeichneten Erklärung gestehen beiden zwar Fehler ein, drohen nach dem Scheitern des Investorenprojekts aber auch mit Konsequenzen.

„Nach der Rücknahme des Projekts wird die Fifa keinerlei Angriffe auf ihre Integrität, ihre gute Unternehmensführung und die Einhaltung ordnungsgemäßer Verfahren mehr dulden und alle erforderlichen Maßnahmen ergreifen, um ihren Namen und ihren Ruf zu schützen und zu wahren“, hieß es.

Uefa hält an Boykottdrohung fest

Die Europäische Fußball-Union teilte hingegen daraufhin mit, die Drohung, vorerst nicht mehr an Fifa-Wettbewerben teilzunehmen, bleibe bestehen. Es seien nicht die Voraussetzungen erfüllt, um sie zurückzunehmen. Das Vertrauen in Infantino sei verloren gegangen, hieß es in der Uefa-Stellungnahme.

Die nach nur wenigen Tagen am Samstag wieder zurückgenommenen Pläne hatten zu einer Welle der Kritik und zu Rücktrittsforderungen an Infantino geführt. Geplant war, rund 20 Prozent der Anteile an dem neu zu gründenden Tochterunternehmen Fifa Forward Enterprise (FFE) zu veräußern, dessen Wert zunächst auf insgesamt 20 Milliarden Dollar festgelegt war. Die FFE hätte die kommerziellen Rechte an den Fifa-Wettbewerben wie der Männer- und Frauen-WM sowie der Klub-WM gebündelt.

Haftungsausschluss: Das Urheberrecht dieses Artikels liegt bei seinem ursprünglichen Autor. Der Zweck dieses Artikels besteht in der erneuten Veröffentlichung zu ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Sollten dennoch Verstöße vorliegen, nehmen Sie bitte umgehend Kontakt mit uns auf. Korrektur Oder wir werden Maßnahmen zur Löschung ergreifen. Danke