Der ehemalige Weltfußballer Luis Figo fordert das Ende der Fifa-Präsidentschaft von Gianni Infantino. „Ich könnte 10.000 Wörter über die Probleme bei der Fifa schreiben. Doch die Lösung lässt sich auf drei Worte reduzieren: Infantino muss gehen“, schrieb der ehemalige portugiesische Nationalspieler in einem Gastbeitrag für die „Daily Mail“ in England.

„Ich liebe den Fußball mein ganzes Leben lang. Ich war 20 Jahre lang Profifußballer. Und glauben Sie mir: In dieser Zeit bin ich im Fußball einigen zwielichtigen Gestalten begegnet“, schrieb Figo weiter. „Doch was in den vergangenen zehn Tagen ans Licht gekommen ist, ist das niederträchtigste, betrügerischste und feigste eigennützige Verhalten, das ich je erlebt habe.“

Der nächste Weltstar wendet sich angewidert von Gianni Infantino ab: Luis Figo

Infantino hat erst unter massivem Druck Pläne wieder zurückgezogen, WM-Rechte an private Investoren zu verkaufen. Der Schweizer muss mittlerweile sogar um sein Amt bangen. „Ein Mann, der dazu bereit ist – ein Mann, der derart weitreichende Veränderungen allein durchsetzen will, um sich selbst und seine Freunde zu bereichern –, ist ein Relikt aus der Vergangenheit des Fußballs und sollte in seiner Zukunft keinen Platz mehr haben“, kritisierte Figo (53).

Figo war einst Unterstützer von Infantino

Der Weltfußballer von 2001 arbeitet selbst als Berater für die Europäische Fußball-Union Uefa, die Infantino scharf kritisiert. Figo wollte sich 2015 als Gegenkandidat des damaligen Fifa-Präsidenten Joseph Blatter bewerben, zog seine Kandidatur dann aber zurück. Nach dem Rücktritt Blatters hatte er Infantino unterstützt.

Nach dem gescheiterten Investorenplan verliert Fifa-Präsident Gianni Infantino Rückhalt in Europa. England und Wales wenden sich ab. Ein Bericht über angebliche Hilfe aus Washington bleibt unbestätigt.

„Gianni Infantino hat das Amt des Fifa-Präsidenten, das er nach eigenen Worten aufwerten wollte, in Misskredit gebracht. Er hat gelogen, getäuscht und versucht, sich auf Kosten des Spiels, dem er eigentlich dienen sollte, selbst und seinen Vertrauten Vorteile zu verschaffen“, meinte Figo. „Für die Wahrung seiner Würde ist es zu spät. Doch für die Rettung des Fußballs ist es noch nicht zu spät. Er sollte gehen. Jetzt.“

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