Absturz des Wunderkinds
Giovanni Reyna zieht zum dritten Mal die Karriere-Notbremse. Im Winter 2024 hatte sich das US-Juwel vom BVB zu Nottingham Forest verleihen lassen – ohne Erfolg. Im Sommer 2025 erfolgte für knapp vier Millionen Euro Ablöse der Wechsel zu Borussia Mönchengladbach mit dem Ziel, wieder zu alter Form zurückzufinden und seinen abgestürzten Marktwert zu retten – ohne Erfolg. Mit Abschluss der Transferverhandlungen mit Racing Straßburg ist sein Bundesliga-Aus nun endgültig besiegelt.
2021 galt Reyna noch als Wunderkind des BVB und des US-Fußballs, besaß einen Marktwert von 42 Millionen Euro. Jetzt ist er nur noch vier Millionen Euro wert. Ein Verlust von 38 Millionen Euro und 90,5 Prozent – kein Bundesliga-Spieler unter 30 Jahren erlebte in den vergangenen fünf Jahren einen schlimmeren Absturz.
Die Gründe dafür, dass Reyna auch in Gladbach scheiterte: Muskelverletzungen warfen ihn mehrfach zurück. Innerhalb der Mannschaft soll Reyna, der zwischenzeitlich in einer Wohngemeinschaft mit seinem Landsmann Joe Scally gelebt hatte, nie komplett den Anschluss gefunden haben.
Gladbachs Kader muss kleiner werden
Vor allem aber bestand zwischen Verein und Spieler ein völlig unterschiedliches Rollenverständnis. Reyna hoffte auf das Vertrauen, als Unterschiedsspieler gebraucht zu werden. Sportchef Rouven Schröder und Trainer Eugen Polanski setzen stattdessen auf ein hartes Leistungsprinzip. In der Offensivreihe hätte sich Reyna zunächst dem Konkurrenzkampf mit Talent Wael Mohya, Kevin Stöger, Robin Hack, Hugo Bolin, Franck Honorat, Shuto Machino und Florian Neuhaus stellen müssen.
Die Reyna-Trennung gehört zudem zu Schröders Pflichterfüllung. Der Kader muss dringend verkleinert werden. In den komplizierten Verhandlungen mit Chelseas Partner-Klub Straßburg konnte der Sport-Boss immerhin bis zu vier Millionen Euro Ablöse herausholen und damit ungefähr den Einkaufspreis abdecken. Bis Vertragsende 2028 hätte Reyna zudem weitere rund vier Millionen Euro Gehalt gekostet.
Sein ehemaliger Klub Borussia Dortmund hatte sich vertraglich eine 15-prozentige Gewinnbeteiligung bei einem Weiterverkauf zusichern lassen. Reynas Ex-Klub geht nun also leer aus.
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