„Geniale Idee“ – Trump trägt Infantino Amt des UN-Generalsekretärs an
Beim Blick auf den Kalender scheint Donald Trump aufgefallen zu sein, dass Silvester die Amtszeit von UN-Generalsekretär António Guterres endet. Ein Nachfolger muss also her. Nun ist es zwar nicht so, dass Trump sonderlich viel von den Vereinten Nationen hält. Als Institution nötigen sie ihm in etwa so viel Respekt ab wie die Regierung Grönlands oder die Schildkröte von Nicolás Maduro.
Dennoch ist er jetzt auf die Idee gekommen, dass es an sich doch ganz dufte wäre, mit einem seiner Lakaien den Posten zu besetzen. Auserkoren aus der Riege der Claqueure ist, täterätätä: Gianni Infantino. Der Fifa-Präsident hat ja gerade im Sinne des US-Präsidenten eine WM in den USA – und am Rande auch im garstigen Kanada und nicht minder unartigen Mexiko – so schön in Szene gesetzt.
„Nur Präsident Trump konnte auf eine so geniale Idee kommen“, lobte Paolo Zampolli ergriffen. Der Italo-Amerikaner war früher Modelagent und soll Trump und Melania zusammengebracht haben, so geht die Erzählung. Inzwischen ist er jedenfalls Trumps Sondergesandter für globale Partnerschaften.
Lässt sich ein menschgewordener Kommerz wie Infantino auf Trumps Spiel ein?
Trump soll den Glauben haben, so berichten es Quellen, dass Infantino „überall auf der Welt respektiert“ werde. Zudem besitze der Schweizer, hieß es, die „besondere Fähigkeit, Menschen zusammenzubringen“. Ähnliches bringt zwar auch der Weihnachtsmann zustande, aber der hat Trump nun mal keine WM beschert. Und auch keinen Friedenspreis wie im Dezember des vergangenen Jahres von Infantino ausgepackt.
Fraglich ist zwar, ob ein menschgewordener Kommerz wie der 56-jährige Fifa-Boss (5,16 Millionen Euro Gehalt) sich mit dem Salär eines UN-Generalsekretärs (366.000 Euro) bescheiden würde. Zu vermuten ist, dass er es allenfalls unter der Bedingung eines tariflich geregelten Hydration-Breaks am Vor- und Nachmittag machen würde. Da ist guter Rat also teuer. Aber spinnen wir es mal weiter. In Tateinheit mit Infantinos Vorsitz des Nobelpreiskomitees ist auch der längst überfällige Friedensnobelpreis für Trump drin.
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