Lionel Messi weinte vor Enttäuschung auf dem Rasen, und auch Argentiniens Trainer Lionel Scaloni wollte nach der Niederlage im WM-Finale gegen Spanien seine Emotionen nicht mehr zurückhalten. „Es ist sehr schmerzhaft, es tut mir sehr leid“, sagte Scaloni und verließ dann unter Tränen die Pressekonferenz.

Einen Tag nach der verdienten Niederlage, bei der das Team in der 115. Minute den ersten Torschuss abgab, überwiegt in Argentinien der Stolz auf das Erreichte. Angeführt vom bis zum Endspiel überragenden Messi, der gegen Spanien allerdings blass blieb, begeisterte die Nationalmannschaft in den vergangenen Wochen die Fans in der Heimat.

Lionel Messi verabschiedet sich ohne den WM-Pokal von der großen Fußballbühne. „Das hat man nicht oft gesehen“, ordnet Mats Hummels die emotionalen Szenen nach dem Abpfiff ein. Kommentator Wolff Fuss spricht vom „schwächsten Spiel der WM“.

Offensichtlich auch Argentiniens Präsident Javier Milei – der 55-Jährige hat trotz der Niederlage einen Feiertag ausgerufen. Wann das genau in dieser Woche sein wird, ist aber noch unklar.

„WELTMEISTERSCHAFTSFEIER“, schrieb Milei zu Beginn seiner Nachricht bei X: „Angesichts der Unruhe bezüglich der Feierlichkeiten zum Erfolg der argentinischen Nationalmannschaft teile ich der Bevölkerung mit, dass der Tag, an dem gefeiert werden soll – je nachdem, wie sich die Spieler und der Trainerstab entscheiden – zum nationalen Feiertag erklärt wird.“

Nach Angaben des argentinischen Verbandes wird nicht die komplette Mannschaft nach Buenos Aires reisen. „Nach dem Finale werden einige Spieler des Kaders direkt aus den Vereinigten Staaten zu verschiedenen Zielen aufbrechen, um zu ihren Vereinen zurückzukehren oder ihre Erholungsphase zu beginnen“, hieß es vom Verband. Ein Teil der Delegation, bestehend aus Spielern, Trainerstab und Mitarbeitern, werde am Montag gegen 17 Uhr Ortszeit zurück in Buenos Aires erwartet.

Randale nach dem Finale in Buenos Aires

Dort kam es nach dem Endspiel zu Zusammenstößen zwischen Fans und der Polizei. Tausende Menschen versammelten sich nach dem 0:1 in der Innenstadt. Kurz vor Mitternacht (Ortszeit) warfen den Berichten zufolge mehrere Menschen Flaschen und Steine auf Einsatzkräfte. Die Polizei habe daraufhin Wasserwerfer, Tränengas und Gummigeschosse eingesetzt. Dabei seien Fans sowie Polizisten verletzt worden.

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